sAn & cArlchen

are you a BOY or a GIRL? NO!

Demo – FLASHMOB! – what ever…hauptsache hin!

Stopp Trans*Pathologisierung

Stopp Trans*Pathologisierung

….. gegen Pathologisierung von Transidentität!

Samstag 17.10.09 – 15 Uhr, S-Bahnhof Hackescher Markt an der Uhr.

worum’s geht … Kampagne „Stopp Trans*Pathologisierung 2012″:

Wir machen aufmerksam auf die Psychiatrisierung unserer Identitäten!

Mit Psychiatrisierung meinen wir die Definition und Behandlung von Trans*Menschen unter dem Label einer psychischen Krankheit. Derzeitig wird die Transsexualität als „Geschlechtsidentitätsstörung“ angesehen, als psychische Krankheit. So ist sie auch im ICD-10 (Internationale Klassifikation von Krankheiten und anderer Gesundheitsprobleme der Weltgesundheitsorganisation) und im DSM-IV-R (diagnostisches und statistisches Hand-buch psychischer Störungen der American Psychiatric Association) aufgeführt.

Die Pathologisierung stellt die Ablehnung einer starren Zwei-Geschlechter-Ordnung als abnormal und krank dar. Sie gibt zudem der Medizin und dem Staat die Kontrolle über unsere Geschlechtsidentität. In diesem System haben wir nur dann ein Recht auf medizinische und rechtliche Schritte der Geschlechtsangleichung, wenn wir uns als psychisch gestört definieren lassen.

Deshalb fordern wir gemeinsam mit 160 Gruppen aus 37 Ländern weltweit die Streichung der Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung“ aus den internationalen Diagnostik-Handbüchern!!!

Am 17. Oktober 2009 finden zum dritten Mal die jährlichen Demonstrationen des Trans-Entpathologisierungs-Netzwerkes und seiner internationalen Kampagne „Stopp Trans Pathologisierung 2012“ statt. Es ist die größte weltweite Kampagne der internationalen Trans-Bewegung. Sieben internationale Netzwerke und mehr als 160 Trans-Gruppen und ihre Verbündeten aus 37 Ländern in Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika unterstützen diese Kampagne bisher. Unter den 87 europäischen unterstützenden Gruppen finden sich 11 aus Deutschland.

mehr info auf  http://www.tgeu.org/node/75 und  http://stp2012.wordpress.com/

Oktober 16, 2009 Posted by | berlin, kritik, mitmachen | , , , , , , , , | 3 Kommentare

Referat – Humanoide Roboter_innen

Heute möchte ich noch schnell mein letztes Referat „Haben Roboter_innen ein Geschlecht? – Entwicklungen auf dem Gebiet der Humanoiden Roboter“ vorgestellt, welches ich im Rahmen des Seminars „Theorien über Technik und Gesellschaft: RoboterInnen? Vom Industrieroboter zu sozialen Maschinen.“ an der TU Berlin gehalten habe.

(btw. es läuft im moment echt gut mit referaten – ich bin erstaunt – kann mensch wohl doch lernen)

Worum ging’s? … aufzuzeigen wie:

  • der momentane Stand der Forschung bzgl. Humanoider Roboter_innen aussieht bzw. mit welchen Problemen gekämpft wird und wie diese besprochen werden.
  • Roboter_innen ein Geschlecht haben, obwohl sie kein Geschlecht haben.
  • sich Geschlecht in technologischen Artefakten, hier Humanoiden Roboter_innen, artikuliert – dieser Punkt wurde von mir allerdings nur eher „oberflächlich“ bis polemisch angeschnitten, um zu verdeutlichen, wie präsent Geschlecht auch in den technologisierten Bereichen der Gesellschaft/Wissenschaft ist.
  • die Differenz zwischen Mensch & Maschine/Roboter_in durch die Ausweitung menschlicher Eigenarten auf künstlich geschaffene Entitäten geringer wird und so den konstruktiven Charakter sowohl der „natürlichen“ Eigenarten des Artefakts, als auch der des Meschen sichtbar machen kann.

(im Anschluß an Haraway & Preciado)

  • Roboter_innen Cyborgs darstellen, nämlich Verkopplungen (von Konzepten) von Mensch & Maschine.
  • die wissenschaftliche Praxis des wechselseitigen Transfers zwischen menschlichem Körper & Maschine: „manchmal benutzt der Körper das Werkzeug als Teil seiner Organstruktur (Prothese), manchmal integriert die Maschine den Körper als Teil seines Mechanismus.“ (KSM,Preciado)

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btw. zur Vergeschlechtlichung technologischer Artefakte habe ich ebenfals auf slideshare einen wunderbaren Überblick in Form einer Präsentation von Corinna Bath gefunden: http://www.slideshare.net/jakob/corinna-bath-lecture-im-rahmen-von-egender

Februar 3, 2009 Posted by | berlin, gender studies, informatik, Vortrag/Präsentation | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Agential Realism – Embodimenttheorie III

Sooo – liebe Leute … hier also der versprochene Folienvortrag zum dienstäglich gehaltenen Referat.

Bitte vergesst beim Anschauen der Folien nicht, dass ich bei meinem Referat nur Teilaspekte des Textes von Barad für mein Seminar „Der Embodimentansatz in der Geschlechterforschung. Kritische Reflexionen und Historisierung einer emanzipativen biologischenTheorie“ herausgearbeitet habe. Ich glaube auch, dass die Folien ohne die Lektüre des Textes nur teilweise verständlich sind.

Trotzdem – laßt euch nicht die Neugier und den Spaß von meinem „Vorwort“ verderben … es ist auf jeden Fall interessant einen kleinen Blick in die Quantenphysik und deren epistemologischen Implikationen zu werfen.

Folienvortrag als pdf zum download

Januar 16, 2009 Posted by | feminismus, gender studies, Vortrag/Präsentation, wissenschaft | , , , , , , , | 2 Kommentare

ja – „Yes, we can!“

Glückwunsch an Obama und alle Schwarzen Menschen!

animiert von mari* &

BLACKprint ( „Obwohl seit Jahrhunderten Schwarze Menschen in Deutschland leben, Familien gründen, studieren, ihre Spuren in Wissenschaft, Kunst und Kultur hinterlassen, wehren wir als uns täglich gegen die Bilder, die in den Medien von uns gezeigt werden. Wehren wir uns dagegen, dass Schwarze Kinder fast ausschließlich mit destruktiven Identifikationsfiguren aufwachsen, weil nur die in den deutschen Medien, wie auch in Kinder- und Schulbüchern, zu sehen sind. (…)“ im BLACKprint-Blog weiterlesen, warum dies wichtig ist!)   &

Grada Kilomba, die gestern an der HU Berlin einen wunderbaren Vortrag zu Rassismus hielt, verbunden mit einer Lesung aus ihrem gerade erschienen Buch Plantation Memories Episodes of Everyday Racism. Die Lesung fand im Rahmen der von commit Berlin e.V.organisierten Veranstaltungsreihe „EZ = EuroZentrismus?!“ statt.

Aus dem Ankündigungstext:

Mit der Veranstaltungsreihe „EZ = EuroZentrismus?!“ will Commit Berlin zur kritischen Auseinandersetzungen mit EntwicklungsZusammenarbeit (EZ) anregen. Anhand verschiedener Perspektiven wollen wir ein Bewusstsein für die Hintergründe, Praxen und Wahrnehmung heutiger Entwicklungszusammenarbeit erarbeiten. Unser Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten in der EntwicklungsZusammenarbeit.

In den Sitzungen soll explizit auf die deutsche Kolonialzeit, koloniale Kontinuitäten, die Bedeutung von Weißsein in der EntwicklungsZusammenarbeit, rassistische Spendenwerbungen in der EZ sowie die Fallen und Chancen interkultureller Arbeit eingegangen werden, aber auch eine Auseinandersetzung und Diskussion zur EntwicklungsZusammenarbeit aus Nord- und Südperspektive wird es geben.“


Nachtrag:

Judith Butler: Kritikloser Überschwang? Obama als „Erlösung“ (deutsch)

Judith Butler: Uncritical Exuberance? (english)

– via iheartdigitallife.de (mit kurzer Zusammenfassung des nicht sehr langen Butlertextes)

November 6, 2008 Posted by | berlin, feminismus, mitmachen, video, wissenschaft | , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

auf der suche nach erleuchtung

sAn in adlershof …kann einer schon mal das lachen vergehen – das informatikstudium ist wahrlich keinzuckerschlecken – dabei werd ich glatt zur memme. menno!

aber ich bleib dran und hoffe ihr (der erleuchtung) doch bald zu begegnen oder ner netten kommoliton*in.

derweil surf ich hie & da im netz und präsentiere heute, was ich so fand…

mandy morange Als erstes sei auf das blog von mandy morange alias murk`elle hingewiesen. mal schauen was sich das so für ne welt auftut. lustig & informativ wird sicherlich – ich wiege mich in zuversicht.

hach und dann ist da noch TROUBLE X – tolle comix – wunderbar schief. da hab ich so einige ideen her mit den gender-queer-fem-unzulänglichkeiten unserer gesellschaft umzugehen. button, aufnäher*innen und other stuff von ihrm gibt’s immer sonntags aufm trödel am boxi (berlin-f-hain).

male - female - fuck you trouble X

Mai 15, 2008 Posted by | berlin, tagesform | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

der siegeszug der anarchie

geschlechtsneutrale verkehrsschilder hach – so möchte mensch doch jeden morgen geweckt werden!

… als ich die auge vorhin öffnete, traute ich meinen ohren nicht …Hans Monderman (verkehrsingenieur) spricht im deutschlandfunk davon den verkehrsschilderwald „abzuholzen“ und sämtliche verkehrsteilnehmer_innen sind gleichberechtigt, ganz gleich wie sie sich fortbewegen.

Frei nach dem motto, mach den verkehr (scheinbar) gefährlicher, damit er sicherer wird.

Auch plädiert er,

»sämtliche Fahrbahnmarkierungen samt Zebrastreifen entfernen, sodass die Autofahrer keine eigene Bahn mehr haben und statt dessen ein gemeinsamer Raum entsteht, den sie sich mit den anderen teilen müssen. (denn) Je sicherer sich ein Autofahrer fühle, desto rücksichtsloser benehme er sich. Muss er sich jedoch ohne Schilder und ohne jegliche Fahrbahnmarkierung seinen Weg suchen, dann drosselt er das Tempo sofort und sucht Augenkontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern. Das sei das Schlüsselwort: Augenkontakt. Autofahrer, Radler und Fußgänger müssten sich an Kreuzungen wieder im Auge behalten.«

Na endlich! ich frag mich ja immer warum die einfachsten zusammenhänge so lange brauchen, um erkannt zu werden? Aaaah – ich hab ne idee, wohl weil der_die durchschnittliche höhere „Entscheidungsberechtigte“ meist von Fahrer_innen durch die Gegend gefahren wird ….oder wie so viele ihr hirn beim vorhanden sein regeln & gesetzen abschalten. braucht mensch ja dabei auch net mehr.

Endlich kommt die verantwortwortlichkeit wieder dorthin wo sie hin gehört, an den menschen und die_der einzelne ist wieder mit seiner „natürlichen“ und immer vorhandenen verantwortlichkeit konfrontiert, darf sein gehirn (und hoffentlich auch das herz) wieder einschalten, aufmerksam nach rechts & links schauen, sich gegenseitig wahrnehmen und selbst entscheiden, was als nächstes zu tun ist.

Hach – ich bin ganz verzückt – dann brauchen wir endlich keine unserer heiß geliebten (pseudo)sicherheitsbeamten mehr, die ständig kontrollieren (und schikanieren), ob mensch auch fein bei gelb schon anhält, unabhängig davon ob überhaupt noch wer auf der straße ist.

Und es scheint vielleicht auch gar nicht mehr so weit weg von berlin …

»Mehr als 100 Mal konnte Monderman sein Prinzip bereits realisieren. Auch im Ausland: Brandenburg sucht Kommunen für ein Pilotprojekt. Berlin und Hamburg sind interessiert.«

Jedenfalls scheint’s auch statistisch gesehe, ganz gut zu funktionieren…

»(…) in London wurden an der Kensington High Street alle Ampeln und Schilder entfernt mit der Folge, dass die Zahl der Unfälle mit Fußgängern um 60 Prozent gesenkt werden konnte.«

Ich freu mich drauf!

Noch mal genauer nachlesen, könnt ihr den beitrag: Stadt ohne Schilder. Ein neues Verkehrskonzept als Modell für die Zukunft. auf den webseiten vom deutschlandfunk.

Januar 7, 2008 Posted by | anarchie, berlin, feminismus, projekte | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Welturaufführung des Films „Die Heide ruft“

disgenderbility Heute darf ich wiedermal ein filmprojekt meiner geliebten genderkommoliton_innen ankündigen.

Am 23.Februar 2008 um 12 Uhr wird der film „Die Heide ruft – Sexualbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigungen“ im kino arsenal in berlin welturaufgeführt.

Die vorführung wird (wie es sich gehört) kostenlos sein – einige darsteller_innen und die Filmemacher_innen (miriam mirwald, danilo vetter, marius zierold) werden anwesend sein, um im Anschluss eventuelle Fragen zubeantworten.

Für einen kurzen einblick könnt ihr euch hier auch einen kurzen trailer anschauen ….

Ich hoffe euch dort zusehen – es wird sich sicherlich lohnen!

Januar 3, 2008 Posted by | berlin, gender studies, video | , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

DRAGSHAUFEN-türchen

Ihr wart beim“pläne umwerfen“ nicht so erfolgreich, weil es noch keine pläne gibt … auch für solche fälle hab ich natürlich ein türchen parat.

DRAGSHAUFEN (*S*T*o*S* & friends) Calendar 2008

»Ab sofort könnt ihr den schicken DRAGSHAUFEN (*S*T*o*S* & friends) Calendar 2008 in eure tatzen und pfoten bekommen! Da drinne sind 24 bunte fotoseiten mit der vorstellung vieler linkstrans*genderqueerfeministichen projekten, menschen (u.a.XB-Liebig, Schwarzer Kanal, den KoB, Viola, den Sissy Boyz, Scream Club, uva…)!

Und wie könnt ihr den bekommen? entweder ihr bestellt einen (oder mehrere) per mail unter lcavaliero(-)gmx.de und bekommt das gute stück (oder mehrere stücker) nach eintreffen der solimäuse auf unserem konto per post zugeschickt… …oder: ihr besucht uns bei einer der untenstehenden veranstaltungen und packt ihn oder sie gleich ein! (solikosten 5euro material/verpackung (ggf.zuzüglich versand) PLUS tolle spende nach eurer wahl für ein links/trans*/queer/feministic projekt/gruppe das wir noch auslosen werden!)«

14.12. La Moustache at Kastanienkeller -> 23-01Uhr
15.12. Winter WarmUp at ab queer -> ab 16uhr
16.12. wintermarkt at cafe morgenrot-kollektiv* – beim A.G.Gender-Killer-Stand ->12-20.00Uhr
18.12.Womens Lounge at Himmelreich ab 21Uhr
19.12. Tante Horst 19-21Uhr
19.12. Silver Future 21.30-23Uhr
21.12. Search and Destroy at Schwuz from 11o´clock on
30.12. Mitmachshow der Kingz of Berlin at aha
31.12. Big Silvester Show at aha ab 21Uhr

jetzt gibt’s den Kalender auch in der Buchhandlung Prinz Eisenherz, Schwarze Risse (prenzlauer berg), O21 und im Tante Horst!

viele liebe rrriotcheers,
urs *Spicy*Tigers*on*Speed*!

Ich hab schon einen! schickes teil!

gefunden: im blog der Fachschaftsini Gender Studies der HU Berlin, dem mädchenblog und den myspace-seiten der *Spicy*Tigers*on*Speed

Dezember 17, 2007 Posted by | berlin, mitmachen, projekte | , | Hinterlasse einen Kommentar

_xXx_ … der gender-gap war gestern!

männlich? weiblich? - fuck you! Ich komm‘ gerade von der queer*s calling – gediegener abend … am kicker bis (auf einmal) nur verloren. Aber ich hab auch was bekommen – eine neue idee von eine_x kommoliton_x … ja-ja – genau – das X.Ich hab euch heute sozusagen das X mitgebracht und reingepackt ins 8. Türchen.

Dank an Anne & Prof. Antje Hornscheidt

Was es mit dem X auf sich hat?

Naja grundsätzlich sollte euch das X ja bekannt sein – die quasi »natürliche« Bedeutung des 24. Buchstaben unseres Alphabets … chromosom X & chromosom Y

…und darum geht’s im heutigen Türchen – personale Appellation.

Das unsere deutsche Sprache bzw. deutsche Grammatik alle Nomen & Pronomen in geschlechtliche Codes packt, sollte dem_der geneigten Leser_in bereits aufgefallen sein.

der – die – daser – sie – es ….immer alles fein nach männlich, weiblich und sächlich eingeteilt. Es ist schwer ohne Verweis auf das Geschlecht auszukommen.

Meine bisherige bevorzugte personale Benennungspraxis war der gendergap – je nach Kontext auch mal das generische Femininum.

Davon mal abgesehen, dass die durchschnittlichen deutsch sprechenden Menschen gewohnheitsmässig dem generischen Maskulinum frönen, gibt es doch bereits einige andere die das Binnen-I oder die Schrägstrich-/Klammervariante bevorzugen. Die meisten jedoch empfinden alles (bspw. den gendergap), was darüber hinausgeht jedoch schon als übertrieben.

Ich persönlich bevorzugte den gendergap, weil er nicht nur sprachlich auf die beiden als Extreme konstruierten Geschlechterformen eingeht und sichtbar macht, dass es noch mehr geben kann. Das Binnen-I bspw. verweist eben ausschließlich auf das Vorhandensein von Frauen & Männern – mehr scheint da nicht zu geben. Mit dem gendergap hingegen soll der Lücke, dem nicht Sagbaren, dem Kontinuum der Möglichkeiten zwischen den kultivierten Polen Frau und Mann, in dem sich so einige Menschen empfinden oder befinden, einen sprachlich sichtbaren Raum geschaffen werden. Der Illusion zweier sauber trennbarer Geschlechter soll das bisher nicht Sagbare entgegengesetzt werden. Die Lücke wird dabei zum Beispiel mit einem Unterstrich (Leser_in), einem Sternchen (Leser*in) oder was auch immer ihr bevorzugt im Schriftbild deutlich gemacht. Beim Sprechen laß ich eine kurze Pause zwischen männlicher & weiblicher Form (Leser -pause- in).

Tja, aber die Zeiten sind vorbei … wer noch weitergehen will in Richtung Auflösung der fixen Bedeutung der Kategorie Geschlecht (keine Angst, ich glaube, niemand will Geschlechtlichkeit per se abschaffen), hat nun eine weitere Möglichkeit im Werkzeugkasten – das X. Es soll dem unausweichlichem Verweis auf die Pole von Geschlechtlichkeit ausweichen helfen, in dem es die Pole Frau-Mann sprachlich unsichtbar bzw. personale Appelationen quasi veruneindeutigt. An Stelle der gängigen geschlechtlich markierenden Endungen -er & -in, wird nun das X gesetzt.

Ja liebe_x Lese_x es mutet noch etwas eigentümlich an, aber erfahrungsgemäß macht die Massen das Kraut fett. Und meine Kommoliton_x und ich hatten gestern beim Aussprechen unserer Namen unglaublich viel Spaß.

Ach und laßt euch beim kreativen Umgang mit Sprache von Rechtschreibfanatik_X_n in und um euch nicht aus dem Konzept bringen – eine Dozent_x von mir hat mal gesagt, dass der Duden ein Regelwerk, eine Richtlinie, ein Hilfsmittel ist, KEIN GESETZ!

So far … wir sind begeistert! sA_x & cAr_x

Und für alle die überhaupt erstmal einen grundständigen Einstieg ins Thema nicht-diskriminierender Sprachgebrauch benötigen, hier erst mal zwei Links zum nachlesen & nachdenken:

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Dezember 8, 2007 Posted by | gender studies, mitmachen, projekte | , , , , | 17 Kommentare

noch 16 tage …

… hmmm – bis weihnachten. Ja genau – dafür ist ein adventskalender schließlich da – uns daran zu erinnern, wie lange es noch bis weihnachten dauert. Zwischen durch immer wieder n bissl langweilig bis frustrierend … dazu heute ein video:

Die Geister die ich rief.

Eine Arbeit von:
Karl Badde
Claudia Neuhaus
Madlen Szabó

… ist halt nicht immer einfach geistreich und hilfreich zu sein. Aber kann ja jeder_jedem mal passieren.

Und wo wir gerade bei hilfreich sind, hier noch was gegen die reine konsumhaltung – ein gedankenanstoß. Ihr könnt wie immer sitzen bleiben, dürft drüber nachdenken, klicken, unterschreiben, vielleicht sogar weitererzählen und anders erzählen. Es geht um den begriff

„geistige Behinderung“

Ich und andere finden den begriff „geistig behindert“ abwertend und immer mehr Menschen lehnen diesen Begriff ab.

Die menschen von Mensch zuerst wollen nicht „geistig Behinderte“ genannt werden. Sie wollen den Begriff „geistig behindert“ abschaffen.

Sie finden den Begriff „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ besser.

Ich finde, das ist doch schon mal ein weg in die richtige richtung — also hier deine möglichkeit dir nachdenknahrung zu besorgen & den Begriff ‚Menschen mit Lernschwierigkeiten‘ mit deinem namen zu unterstützen. Weitere infos zu diesem thema findet ihr bei Disability Studies – Behinderung neu denken.

gefunden bei: disgenderbility.de – ein projekt im rahmen einer diplomarbeit, das sich mit dem zusammenhang von geschlecht & lernschwierigkeiten auseinandersetzt.

Dezember 7, 2007 Posted by | mitmachen, projekte, video | , , , , , , | 1 Kommentar