sAn & cArlchen

are you a BOY or a GIRL? NO!

sprache & geschlecht

Vor ner weile hab ich ja auch schon mal im anschluß an einen lustig-kreativen abend nen kleinen artikel zum thema geschrieben. und dabei konstatiert, es ist „….immer alles fein nach männlich, weiblich und sächlich eingeteilt. Es ist schwer ohne Verweis auf das Geschlecht auszukommen.“- aber schön wär’s.

In einem (äh zwei) Artikeln auf Adrian’s Blog geht auch darum und im kommentarteil gibt es einige vorschläge & ideen wie mit „gemischten! gruppen und identitäten umgegangen werden kann … einfach mal lesen =)

und sonst? … ich lese gerade: Jean Bricmont, Alan Sokal: Eleganter Unsinn. Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften mißbrauchen … hmmm – interessant, nur auf die dauer ein bisschen langweilig.

und ich arbeite zu viel, aber nicht effizient und genug …. sonst nix =P

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März 13, 2011 Posted by | feminismus, informatik | , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

ende = anfang

queer-feministischer taschenkalender 2010

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so – ja – das jahr 2009 neigt sich dem ende … und also auch die seiten in den kalendern. wunderbar also, dass sich die Riot Skirts dieses „problems“ angenommen haben und vorrausschauend einen ersten queerfeministischen taschenkalender für 2010 entworfen und in umlauf gebracht haben.

darin zu finden sind neben den kalenderblättern direkte Aktion gegen den sexistischen und heteronormativen Alltag, Illustrationen/ Artworks, Erfahrungsberichte von direkter Aktion und einen Teil mit Vernetzungsinfos für queerfeministsche Gruppen. sehr schön auch, dass weitgehend auf sponsoring verzichtet worden ist.

ich jedenfalls hab mir schon mal ne handvoll bestellt und wollte, die die’s noch nicht wissen an dieser stelle auf darauf aufmerksam machen.

also … ihr bekommt den Kalender  für 7 euro inklusive Versand, Bart und gutem Karma unter: riot-skirts(at)gmx.de oder auf ihrer webseite.

Oktober 15, 2009 Posted by | feminismus, projekte | , , | 2 Kommentare

bundestagswahl

bundstagswahlAm Sonntag is’es soweit – ich darf wieder mal wählen gehen und damit ich nicht so planlos und über- (oder eher unter-?) fordert vor der urne stehe, wie in meiner ersten berlinwoche nach dem urlaub – oder überhaupt dem leben, habe ich mich mal vorbereitet.

Einiges muß ich aus gründen bisheriger lebens-, system- und politikerfahrung und aus zeitgründen von vornherein ausschließen. Dank geht dabei auch an lola, der (oder lieber die?) mir da einiges an arbeit abgenommen hat! Und auch der mädchenmannschaft sei gedankt, die in „Spot on woman“ die frauenpolitischen Themen der großen Parteien zusammengefaßt haben.

Der Ausgangspunkt für meine Recherchen sollte das bedingungslose Grundeinkommen sein, weil es seit geraumer Zeit mein Politikinteresse bestimmt. …

Als erstes hab ich den Wahlomat angeschmiessen, der klärt die aktuell zentralen Fragen anhand der Parteiprogramme ab – okay, danke. Die Seite von abgeordnetenwatch.de hingegen hat mir bei meiner Entscheidungsfindung wesentlich mehr geholfen. Erstens weil sie die Kandidat_innen der Parteien UND auch die parteilosen Dirketkandidat_innen zu relevanten Wahlkampffragen befragt haben und zweitens die Antworten der Kandidat_innen direkt einsehbar waren.

Da bin ich auch Herrn Boes wiederbegegnet (ich traf ihn in diversen Formen auch schon hier und da in der Stadt). Herr Boes ist parteiloser Direktkandidat für’s bedingungslose Grundeinkommen … und so denn hab ich mir mal den Herrn Boes im Web angeschaut … ja, ja und da gab’s einiges zum schauen, hören, lesen. und schon allein das gefiel mir – trotz oder gerade wegen des low-budget-wahlkampfes.

Seine Webseite ist angenehm übersichtlich und schlicht, für meine Wahrnehmung jedenfalls – barrierefrei ist sie aber bei weitem nicht – schade!

Leider fand ich auf der Webseite auch ausschließlich die männlichen Benennungen und das wo sein Team mehr Frauen als Männern aufweist (wenn ich hier mutmaßen darf *schäm) – hmmm – …die Befürworter des bgb im allgemeinen wirken doch weitgehend geschlechterblind, auch in ihren Argumentationen … nicht so schön.

Und wie sieht’s um seine Ziele aus?

  • das bedingungslose grundeinkommen (bgb)
  • vernetzung der bgb-befürworter_innen innerhalb und außerhalb des bundestags
  • kräfte & ideen zum bgb bündeln
  • gegen Überwachung & Sanktionierung insbesondere Bedürftiger
  • regelmäßige Bürgertage statt Parteitage – Offene Gespräche und  gemeinsame Willensbildung im Wahlkreis Berlin-Mitte

Ich jedenfalls bin erfreut über die Möglichkeit parteiunabhängiger Direktkandidaten und dann noch einen zum bgb!

Ach und eines noch … nachdem die Piraten bei Lola (sich selbst) als antifeministisch, nicht barrierefrei, nachhaltig blind und im genderblog als politisch naiv disqualifiziert wurden (haben) und ich im bedingungslosen grundeinkommen sowohl Bürger_innenrechte, als auch Datenschutz (2 von 3 Kernthemen der Piraten) in seinen Grundformen beachtet sehe, fällt die Wahl wohl nicht allzu schwer.

Ebenfalls interessant fand ich auch die Liste von Kandidat_innen und Parteien, welche sich bereits positiv zu bgb geäußert haben. Darin fand ich bspw. auch Herrn Lederer von der Linken (Wahlkrreis Berlin-Mitte), der ebenfalls zum dritten Kernthema der Piraten, dem Urheberrecht und den Publikationsmethoden im Wissenschaftsbereich positiv Stellung bezieht.

Ach und was ich noch gelernt hab … das bgb ist zwar kein generelles Instrument für mehr Geschlechtergerechtigkeit – gut verdienende Frauen haben dadurch voraussichtlich keine geschlechterpolitischen Verbesserungen zu erwarten, schlechtverdienende Frauen, Trans, Queers  hingegen schon. (gelernt von Susann Worschech: Soziale Sicherheit neu denken. Bedingungsloses Grundeinkommen und bedarfsorientierte Grundsicherung aus feministischer Sicht. 2008.)

Und wie’s mit Nicht-Bürger_innen aus sieht – ich hab noch nichts gelesen oder gehört – ihr?

September 25, 2009 Posted by | berlin, feminismus, mitmachen | , , , , , , | 1 Kommentar

erstaunt erfreuter zwischenruf

Folgendes las ich heute auf fembio, das blog von luise pusch: „(…) das Pronomen frau steht sogar seit 2006 im Duden (30 Jahre hat’s gebraucht!).“

und hab’s mir auch nicht nehmen lassen noch mal nachzuschauen …

online-eintrag bei duden-suche.de

online-eintrag

gut, der erläuterungstext dazu könnte emanzipativer sein … und an sich würde mich der rest auch noch interessieren … naja, aber immerhin endlich eine anerkannte legitimation durch unser pseudogesetzbuch der deutschen sprache – das sind doch mal gute nachrichten für die nächste haus-, bachalor- oder forschungsarbeit !

(ich hoffe ich bin nicht die letzte, dies mitbekommt – 2006 is ja schon ne weile her)

Juli 31, 2009 Posted by | feminismus, mitmachen | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

petitionsverlängerung

daumen runter

- schade -

Seit dem Wochenende gibt es beim Mitzeichnen der Petition zum Bedingungslosen Grundeinkommen immer wieder Ausfälle – die Seiten laden langen, gar nicht und vorallem konnten sich Nutzer_innen über einen längeren Zeitraum nicht anmelden, so dass ein Mitzeichnen nur eingeschränkt möglich war.

Daraufhin wandten sich ein paar Engagierte in einem offenen Brief an den Bundestag

daumen hoch für fristverlängerung

für fristverlängerung

… seit heute morgen gibt es vom Webteam den Hinweis (kann ich wegen überlastung gerade nicht laden und zitieren), dass die Petition um eine Woche verlängert wurde – findet sich im Forum, dass allerdings morgen geschlossen wird.

Also alle, die bisher beim Versuch mitzuzeichnen gescheitert sind – auf ein neues!

btw. auf gender:queer fand ich noch zwei link zu artikel die das thema aus feministischer perspektive verhandeln (selbst noch nicht gelesen & links nicht geprüft):

So – ich bin ganz zeitgemäß in eile.

… und ich sehe gerade auch heise.de hat nun auch eine meldung zu den technischen schwierigkeiten gebracht.

Nachtrag – die seiten sind im moment immer noch eine kleine katastrophe =( …trotzdem: Mitzeichner_innen: 21131

Und die Erklärung des Webteams:“

(…) wegen der technischen Schwierigkeiten, die das System am Wochenende aufzeigte, wird die Frist für die Mitzeichnungen zur Petition „Bedingungslosen Grundeinkommen“ um genau eine Woche verlängert. Damit erhalten auch diejenigen Gelegenheit die Petition mitzuzeichen, denen es aufgrund der Schwierigkeiten am Wochenende nicht gelungen ist.
Unabhängig von der Verlängerung der Mitzeichnungsmöglichkeit wird das Forum zu der Petition „Bedingungslosen Grundeinkommen“ fristgerecht am 10.02.2009 geschlossen.“

Februar 9, 2009 Posted by | berlin, feminismus, mitmachen | , , , | 5 Kommentare

Referat – Humanoide Roboter_innen

Heute möchte ich noch schnell mein letztes Referat „Haben Roboter_innen ein Geschlecht? – Entwicklungen auf dem Gebiet der Humanoiden Roboter“ vorgestellt, welches ich im Rahmen des Seminars „Theorien über Technik und Gesellschaft: RoboterInnen? Vom Industrieroboter zu sozialen Maschinen.“ an der TU Berlin gehalten habe.

(btw. es läuft im moment echt gut mit referaten – ich bin erstaunt – kann mensch wohl doch lernen)

Worum ging’s? … aufzuzeigen wie:

  • der momentane Stand der Forschung bzgl. Humanoider Roboter_innen aussieht bzw. mit welchen Problemen gekämpft wird und wie diese besprochen werden.
  • Roboter_innen ein Geschlecht haben, obwohl sie kein Geschlecht haben.
  • sich Geschlecht in technologischen Artefakten, hier Humanoiden Roboter_innen, artikuliert – dieser Punkt wurde von mir allerdings nur eher „oberflächlich“ bis polemisch angeschnitten, um zu verdeutlichen, wie präsent Geschlecht auch in den technologisierten Bereichen der Gesellschaft/Wissenschaft ist.
  • die Differenz zwischen Mensch & Maschine/Roboter_in durch die Ausweitung menschlicher Eigenarten auf künstlich geschaffene Entitäten geringer wird und so den konstruktiven Charakter sowohl der „natürlichen“ Eigenarten des Artefakts, als auch der des Meschen sichtbar machen kann.

(im Anschluß an Haraway & Preciado)

  • Roboter_innen Cyborgs darstellen, nämlich Verkopplungen (von Konzepten) von Mensch & Maschine.
  • die wissenschaftliche Praxis des wechselseitigen Transfers zwischen menschlichem Körper & Maschine: „manchmal benutzt der Körper das Werkzeug als Teil seiner Organstruktur (Prothese), manchmal integriert die Maschine den Körper als Teil seines Mechanismus.“ (KSM,Preciado)

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btw. zur Vergeschlechtlichung technologischer Artefakte habe ich ebenfals auf slideshare einen wunderbaren Überblick in Form einer Präsentation von Corinna Bath gefunden: http://www.slideshare.net/jakob/corinna-bath-lecture-im-rahmen-von-egender

Februar 3, 2009 Posted by | berlin, gender studies, informatik, Vortrag/Präsentation | , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Agential Realism – die dritte

Jupp – aller guten Dinge sind drei …

Gestern ist mir aufgefallen, dass es wohl einige Menschen geben dürfte die mit Agential Realism inhaltlich wenig anfangenkönnen. Hier also nochmal ein kurze Zusammenfassung für all jene, die noch nie oder wenig gehört haben über Karen Barad und ihrem Konzept des Agential Realism.

Über die Professorin Karen Barad kann ich nicht allzuviel sagen. Sie ist Theoretische Physiker_in, Philosophin und arbeitet in den Science Studies/ Femistische Studien an der  University of California, Santa Cruz, USA.

Das Konzept des Agential Realism hat mehrere Bedeutungsebenen, die sich gegenseitig bedingen – er bietet einen methodischer Rahmen, einen erkenntniskritischen & naturwissenschaftlichen Zugang zu und Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnisobjekten und Realität.

In ihrem Text („Meeting the universe halfway, realism and social constructivism without contradiction.“) setzt sie sich mit der noch andauernden Kontroverse zwischen Realismus & SozialKonstruktivismus auseinander und entwickelt ihr feministisch-theoretisches Modell des Agential Realism. Die bisher disziplinär unterschiedenen Zugänge von Epistemologie und Ontologie stellen für sie, ebenso wie Realismus & Konstruktivismus, keine prinzipiellen Gegensätze dar, sondern bilden ein Ganzes. Für Barad gibt es kulturell-diskursive UND natürlich-materielle Grundlagen wissenschaftlicher Wissensbestände.

In ihrem Text erläutert sie dies gemeinsam mit Niels Bohrs Interpretation der Quantenmechanik und seiner Philosophie-Physik und anhand von drei grundlegenden Phänomenen der Quantenphysik (Zufall, Unbestimmtheit, Beobachtungsabhängigkeit von Eigenschaften), welche sich als unvereinbar mit der klassische Physik darstellen.

Hier noch eine kleine Grafik zu Barad methodisch-ethischer Rahmenkonzeption des Agential Realism, da ich im unten eingestellten Vortrag auf diese Punkte nicht eingehe, sondern nur ihr Embodimentkonzept vor dem Hintergrund der Quantenphysik vorstelle.

Grafik Methodisch-ethischer Rahmen des Agential Realism

Grafik Methodisch-ethischer Rahmen des Agential Realism

Januar 22, 2009 Posted by | feminismus, gender studies, wissenschaft | , , , , | 2 Kommentare

Agential Realism – Realität anders denken …

mondnacht

lichte mondnacht - der welt die treue halten! (d.j.haraway)

Ich habe heute morgen in einem meiner Gender Studies-Seminare ein Referat gehalten zum Embodiment-Konzept (agential realism) von Karen Barad (Barad, Karen (1996): Meeting the universe halfway, Realism and social constructivism without contradiction. In: Lynn Hankinson Nelson & Jack Nelson (eds). Feminism, Science and the Philosophy of Science. Dordrecht, Boston, London, S.161-194.).

Ansich nichts ungewöhnliches für eine Studierende – aber – für mich schon, weil … normalerweise bin ich so ziemlich die schlechteste Referent_in, die ich so kenne. Wirr und ohne roten Faden, nervöse, zu schnelles Sprechen und der Dialekt, der zwar erheitern ist, aber leider vom Inhalt wegführt.

Und diesmal war irgendetwas passiert, ich war nicht anders als sonst und doch die „meute“ schien gespannt und gebannt … und … nach dem seminar haben sich sogar zwei meiner kommoliton_innen bei mir für den erhellenden vortrag bedankt. Ich bin immer noch etwas perplex – eine Einzigartigkeit, die hoffentlich ähnlich reproduzierbar ist, wie die lokal und temporären einzigartigen Phänomene des agential realism.
Meine Erklärung – ich hab wohl unbemerkt reden gelernt, in meiner neuen WG. Dank an dieser Stelle also an meine tollste WG ever, die soviel Geduld und Raum für meine Belange und Bedürfnisse schafft. Und auch ein riesiges Danke an Jen, die mir bzw. mit mir den Text vom Englischen ins Deutsche übersetzt und wunderbar konstruktiv diskutiert hat – das war ne wahrlich harte Arbeit!

Den übersetzten Text möchten wir natürlich auch gern anderen zur Verfügung stellen, dazu müssen aber leider noch ein paar urhebungsrechtliche Fragen geklärt werden. Dazu gibt’s hier im Blog später noch nähere Infos – aber ihr wisst erstmal, dass der Text nun auch in deutscher Fassung zumindest existiert.
Das Referat wird ebenfalls später noch hier eingestellt, denn natürlich will ich euch den Inhalt dieses Textes nicht vorenthalten. Auch der oben verlinkte Eintrag in der Wikipedia ist leider eher dürftig – also noch ein langfristigeres Projekt für’s GenderWiki.

Geduld!

Januar 13, 2009 Posted by | gender studies | , , , , | 5 Kommentare

ja – „Yes, we can!“

Glückwunsch an Obama und alle Schwarzen Menschen!

animiert von mari* &

BLACKprint ( „Obwohl seit Jahrhunderten Schwarze Menschen in Deutschland leben, Familien gründen, studieren, ihre Spuren in Wissenschaft, Kunst und Kultur hinterlassen, wehren wir als uns täglich gegen die Bilder, die in den Medien von uns gezeigt werden. Wehren wir uns dagegen, dass Schwarze Kinder fast ausschließlich mit destruktiven Identifikationsfiguren aufwachsen, weil nur die in den deutschen Medien, wie auch in Kinder- und Schulbüchern, zu sehen sind. (…)“ im BLACKprint-Blog weiterlesen, warum dies wichtig ist!)   &

Grada Kilomba, die gestern an der HU Berlin einen wunderbaren Vortrag zu Rassismus hielt, verbunden mit einer Lesung aus ihrem gerade erschienen Buch Plantation Memories Episodes of Everyday Racism. Die Lesung fand im Rahmen der von commit Berlin e.V.organisierten Veranstaltungsreihe „EZ = EuroZentrismus?!“ statt.

Aus dem Ankündigungstext:

Mit der Veranstaltungsreihe „EZ = EuroZentrismus?!“ will Commit Berlin zur kritischen Auseinandersetzungen mit EntwicklungsZusammenarbeit (EZ) anregen. Anhand verschiedener Perspektiven wollen wir ein Bewusstsein für die Hintergründe, Praxen und Wahrnehmung heutiger Entwicklungszusammenarbeit erarbeiten. Unser Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuitäten in der EntwicklungsZusammenarbeit.

In den Sitzungen soll explizit auf die deutsche Kolonialzeit, koloniale Kontinuitäten, die Bedeutung von Weißsein in der EntwicklungsZusammenarbeit, rassistische Spendenwerbungen in der EZ sowie die Fallen und Chancen interkultureller Arbeit eingegangen werden, aber auch eine Auseinandersetzung und Diskussion zur EntwicklungsZusammenarbeit aus Nord- und Südperspektive wird es geben.“


Nachtrag:

Judith Butler: Kritikloser Überschwang? Obama als „Erlösung“ (deutsch)

Judith Butler: Uncritical Exuberance? (english)

– via iheartdigitallife.de (mit kurzer Zusammenfassung des nicht sehr langen Butlertextes)

November 6, 2008 Posted by | berlin, feminismus, mitmachen, video, wissenschaft | , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Internationaler Frauentag & Feminismus

femme ja – der frauentag wieder mal … schön!Ich freu mich jedes jahr auf neue – vorallem weil es ein wunderbarer spiegel ist die eigene identitätsentwicklung zu beaobachten (ja ich bin ein wenig egozentrisch – ich blogge!).

Um diesen Tag herum entstehen dann natürlich auch eine menge (frauenzentrierte & feministische) debatten, die ich natürlich gern verfolge. So stellte der genderblog beispielsweise die bewegende frage:

Was bedeutet Feminismus für mich heute?

…und startete einen essay-wettbewerb. Die „Gewinner_innen“ (sind wir nicht alle gewinner*innen) stehen nun fest, u.a. sandrix, der mein besonderer dank für ihren beitrag gilt. hier ein auszug:

»Feminismus für mich ist ein leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Ver_rückt_heit bedeutet etwas ver_rücken. Normative Handlungsstrukturen, Beziehungsmuster und Wertvorstellungen zum Beispiel.

Ver_rücken bedeutet auch ein Agieren mit Kreativität und Einfallsreichtum. Gedanken, Strukturen, Hierarchien und machtvolle Zusammenhänge zu ver_rücken impliziert eine Prozesshaftigkeit markiert von Brüchen, Unterbrechungen, Innehalten, genauso wie ein In-Frage-Stellen von Gewohnheiten und ritualisierten Handlungsabläufen, auch den meinigen. Ver_rücken bedeutet für mich auch sichtbar Machen, das heißt neue Lichtstrahler auf erweiterten und erweiternden Bühnen und Räumen zu finden.«

weiterlesen könnt ihr auf dem genderblog! sie sei an dieser stelle auch besonders gegrüßt!

jetzt tat sich bei mir (natürlich nicht erst heute) die frage auch auf. Meine Überlegungen sind natürlich nicht abgeschlossen, aber ein anfang sei getan … also was bedeutet für MICH femininismus heute?

Feminsmus war mir vor einiger zeit ein graus, damals als ich diese position noch in ihrer populärsten form kann. Dann kam mein studium und mit ihm eine menge erfahrener und unerfahrener Feminist*innen …und heute ist der feminismus zu einer meiner lieblingsbeschäftigungen geworden. nix mit anstrengend und ewiger kampf und zermürbend und frustrierend – MIR MACHT FEMINISMUS SPAß!

  • weil feminismus mir hilft mich selbstzuermächtigen. meine identität ist von einer frage an andere nun auch zu einer frage an mich geworden – ich kann sein, wer ich will und … ich kann mir meine klitoris dorthin konstruieren, wo und wieviele ich will (siehe Béatrice Preciado)
  • weil feminismus mir einen weg anbietet unsichtbare und unaussprechliche dinge und begebenheiten wahrzunehmen und zu teilen
  • weil ich männer & frauen nicht mehr einfach nur doof finden muß, sondern sie mögen kann als männer & frauen und als gegenüber und ich trotzdem unsere patriarchale (klassizistische und rassistische, …) menschenwelt mit ihren normierten, idealisierten, naturalisierten räumen, die andere existenzweisen bedrängt, peinlich berührt, kriminalisiert und gar exisstenziell antastet infragestellen und verändern kann. ja – ich mag meinen mitbewohne*x, obwohl er ein priviligierter, weißer, heterosexueller mann ist, denn er ist eben nicht nur das und hat es sich auch nicht aussuchen können, als ein solcher konstruiert zu werden – aber kann und er will etwas dagegen.
  • weil der perfektionismus damit ein ende hat, denn brüche, diskontinuitäten und stete veränderung sind erlaubt – es gibt nicht die eine antwort, sondern viele und meine ist eine davon.
  • weil ich worte und strategien bekomme, um zu fragen, warum ich oder du den_die da belächeln, beschmutzen, beschimpfen und treten.
  • weil ich mut und idee bekomme, nicht nur zu fragen, sondern mich dazwischen zu stellen und von quer zu kommen, wenn wir uns in unseren privilegien sonnen.
  • weil feminismus mir eine stimme, ein gesicht, einen strategische standpunkt gibt, die_das_der flexibel genug erscheint und eine menge provokantes potenzial hat, um im dialog zu bleiben über unsere vorstellungen von welt.

So weit – so schön … ich liebe und lebe ihn.

März 8, 2008 Posted by | feminismus, mitmachen | | Hinterlasse einen Kommentar