sAn & cArlchen

are you a BOY or a GIRL? NO!

ökologische probleme und virtuelle welten

dit las ich gerade – ja, genau im netzt …„Rechenzentren sind die Fabriken des Informationszeitalters – und fressen mehr Strom als alte Industrieanlagen.“ (zeit online: 28.02.2008 Nr. 10) …klingt ja nicht so gut in meinen „ökoohren“ und auch wegen der meinen befürchtungen eventuell mal nicht mehr mit information versorgt zu werden, weil google & co entweder seine stromrechnung nicht bezahlt, stromversorgungsanlagen sträflich behandelt oder andere missetaten im elendigen kampf um gewinne verübt.

naja – bei mir beginnt der frühling und hab die ersten samen (des noch vorhandenen keimfähigen saatguts) ausgebracht … 3 apfelbäumchen sprießen fröhlich an meinem fenster. fortsetzung folgt ….

apfelbäumchen1

gefunden: in einem apfel

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März 12, 2008 Posted by | blabla | , | Hinterlasse einen Kommentar

Internationaler Frauentag & Feminismus

femme ja – der frauentag wieder mal … schön!Ich freu mich jedes jahr auf neue – vorallem weil es ein wunderbarer spiegel ist die eigene identitätsentwicklung zu beaobachten (ja ich bin ein wenig egozentrisch – ich blogge!).

Um diesen Tag herum entstehen dann natürlich auch eine menge (frauenzentrierte & feministische) debatten, die ich natürlich gern verfolge. So stellte der genderblog beispielsweise die bewegende frage:

Was bedeutet Feminismus für mich heute?

…und startete einen essay-wettbewerb. Die „Gewinner_innen“ (sind wir nicht alle gewinner*innen) stehen nun fest, u.a. sandrix, der mein besonderer dank für ihren beitrag gilt. hier ein auszug:

»Feminismus für mich ist ein leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. Ver_rückt_heit bedeutet etwas ver_rücken. Normative Handlungsstrukturen, Beziehungsmuster und Wertvorstellungen zum Beispiel.

Ver_rücken bedeutet auch ein Agieren mit Kreativität und Einfallsreichtum. Gedanken, Strukturen, Hierarchien und machtvolle Zusammenhänge zu ver_rücken impliziert eine Prozesshaftigkeit markiert von Brüchen, Unterbrechungen, Innehalten, genauso wie ein In-Frage-Stellen von Gewohnheiten und ritualisierten Handlungsabläufen, auch den meinigen. Ver_rücken bedeutet für mich auch sichtbar Machen, das heißt neue Lichtstrahler auf erweiterten und erweiternden Bühnen und Räumen zu finden.«

weiterlesen könnt ihr auf dem genderblog! sie sei an dieser stelle auch besonders gegrüßt!

jetzt tat sich bei mir (natürlich nicht erst heute) die frage auch auf. Meine Überlegungen sind natürlich nicht abgeschlossen, aber ein anfang sei getan … also was bedeutet für MICH femininismus heute?

Feminsmus war mir vor einiger zeit ein graus, damals als ich diese position noch in ihrer populärsten form kann. Dann kam mein studium und mit ihm eine menge erfahrener und unerfahrener Feminist*innen …und heute ist der feminismus zu einer meiner lieblingsbeschäftigungen geworden. nix mit anstrengend und ewiger kampf und zermürbend und frustrierend – MIR MACHT FEMINISMUS SPAß!

  • weil feminismus mir hilft mich selbstzuermächtigen. meine identität ist von einer frage an andere nun auch zu einer frage an mich geworden – ich kann sein, wer ich will und … ich kann mir meine klitoris dorthin konstruieren, wo und wieviele ich will (siehe Béatrice Preciado)
  • weil feminismus mir einen weg anbietet unsichtbare und unaussprechliche dinge und begebenheiten wahrzunehmen und zu teilen
  • weil ich männer & frauen nicht mehr einfach nur doof finden muß, sondern sie mögen kann als männer & frauen und als gegenüber und ich trotzdem unsere patriarchale (klassizistische und rassistische, …) menschenwelt mit ihren normierten, idealisierten, naturalisierten räumen, die andere existenzweisen bedrängt, peinlich berührt, kriminalisiert und gar exisstenziell antastet infragestellen und verändern kann. ja – ich mag meinen mitbewohne*x, obwohl er ein priviligierter, weißer, heterosexueller mann ist, denn er ist eben nicht nur das und hat es sich auch nicht aussuchen können, als ein solcher konstruiert zu werden – aber kann und er will etwas dagegen.
  • weil der perfektionismus damit ein ende hat, denn brüche, diskontinuitäten und stete veränderung sind erlaubt – es gibt nicht die eine antwort, sondern viele und meine ist eine davon.
  • weil ich worte und strategien bekomme, um zu fragen, warum ich oder du den_die da belächeln, beschmutzen, beschimpfen und treten.
  • weil ich mut und idee bekomme, nicht nur zu fragen, sondern mich dazwischen zu stellen und von quer zu kommen, wenn wir uns in unseren privilegien sonnen.
  • weil feminismus mir eine stimme, ein gesicht, einen strategische standpunkt gibt, die_das_der flexibel genug erscheint und eine menge provokantes potenzial hat, um im dialog zu bleiben über unsere vorstellungen von welt.

So weit – so schön … ich liebe und lebe ihn.

März 8, 2008 Posted by | feminismus, mitmachen | | Hinterlasse einen Kommentar

cellu_lose_grüße

morange & sAn

liebe andrea …

da ich es ja wieder mal nicht schaffe, dir ordentlich eine mail zu schicken , hier also ein sammelgruß von mandy morange und mir. in -ähh- *räusper* weiblicher manier haben wir uns bei der diskussion über beziehungen, sexualitätsnormen, (durch die toilettenarchitektur reproduzierte) 2-geschlechtertrennung und dildos die gesichter zerkratzt. … und bluten nun – aber dies sind wir ja durch die mehr oder weniger monatlichen regelmässigkeiten gewohnt und haben entsprechende gegenmaßnahmen eingeleitet: eisenhaltigen spinat essen, kichern und cellulosetamponagen auflegen.

gut — soweit zur gemeinsamen zeit.

Wir empfehlen:

kontrasexuelles manifest

Preciado, Beatriz: kontrasexuelles manifest. 2003 · 180 S. · 14 € · ISBN 3-933557-38-0


Ansonsten: nix! ….wir müssen los und winken dir heftigst.

März 7, 2008 Posted by | berlin, blabla | , , , , | 2 Kommentare