Die Premiere war …

28 02 2008
sAn & die heide ruft Ich war ja noch nie bei einer Filmpremiere - meistens kommt ja mensch net rein, es sei denn mensch kennt da wen. Ja und diesmal hatte ich quasi das Privileg “wen” zukennen … und war dabei.

Aber zugegebenermaßen, gab es diese Premierengetue bei dieser Uraufführung zum Glück nicht und jede_r, welche_r wollte, kam rein. Und das taten sie auch zahlreich. Der Kinosaal war vollgestopft und am Rand und Eingangsbereich des Saals gabe leichte Verstopfungserscheinungen.

Zur Premiere selbst gibt es selbst redend nur löbliches zu sagen - wunderbare Lokalität, mitten in der Mitte ! professionell UND menschlich wie ich es von euch gewohnt bin ! barrierearm von den Füßen, übers Web & Untertiteln bis zum Geldbeutel !

Und zum Film selbst - ja ich war beeindruckt … wegen dreierlei Dinge.

“Wenn jemand abweicht von der Norm, in erheblichem Maße, dann wird er von der Gruppe als behindert betrachtet.”

Erstens, er zeigt immer wieder auch den Konstruktionscharakter von sogenannter Beeinträchtigung.

Zweitens, der Film hat mich berührt und ich habe mich angesprochen gefühlt, das ist mir wichtig.

Klar sind Menschen mit sogenannter Beeinträchtigung auch Menschen. Und trotzdem sie sind anders, so anders das ich gern mal Angst vor Ihnen hab. Doch während des Films sind mir diese Ängste glatt abhanden gekommen. Die Grenze zwischen mir und “Denen” sind ziemlich schnell verschwommen.

Zum Thema Sexarbeit … das was ich im Film erfahren habe, machte einen runden und angenehmen Eindruck. Sowohl Hardy, Jürgen und Stephan, als auch die Sexualbegleiter*innen Nina de Vries und Vimala M. Brunsmüller gingen sehr offen und freundlich mit Sexualität um. Die Worte kamen mir von sachlich bis zärtlich. Eine zärtliche Sachlichkeit, die ich mir manchmal auch von meinem “normalen” Mitmenschen wünschen würde. “Normale” Sexualität wird zudem oft so verdammt zentral in Beziehungen zwischen Menschen dargestellt - die Begegnung dabei, die Vielschichtigkeit von Begegnung verliert sich schnell. Der Film erinnerte mich an genau diesen Wunsch, mit Sexualität sich zu bewegen, sich und andere zu erfahren und zu wachsen.

Wunderbar auch die verschiedene, ganz individuellen Perspektiven zu erfahren, was Sexualität für die jeweilig Beteiligten bedeutet. Sehr süß zum Beispiel Jürgens Schwanken zwischen seinem grundsätzlichen Bedürfnis nach Sexualität und dem Bedürfnis dieses doch am liebsten mit seiner Freundin zu teilen. Und Hardy, der uns einen ganz kurzen Einblick gewährt hat und sehr souverän mit meinem “verschämten” Blick umgegangen ist.

Ach und drittens der Versuch thematische Leerstellen des Films aus Genderperspektive (wohl aus Zeitgründen) wenigstens zu benennen, wie beispielsweise die noch rareren Möglicheiten der Sexualbegleitung für Frauen und das andere Sexualitätskonzepte existent und möglich sind.

Sehr interessant auch die Vielschichtigkeit der Thematik zu erfahren und gleichsam entstand eine eigentümlich Verbundenheit zwischen mir und den Darsteller*innen, so dass der Film für mich nicht einfach nur ein Film ÜBER Menschen mit Beeinträchtigung und “deren” Sexualität war.

Schön auch die Darsteller bei der Premiere treffen zu können, auch wenn ich die Möglichkeit nicht genutzt habe, obwohl mich ja noch interessiert hätte, wie der Film Hardy, Jürgen und Stephan gefallen hat.

Ob jedoch Sexualität “ein Grundbedürfnis wie Essen & Trinken” ist, bleibt für mich fraglich.

Insgesamt … ihr wart toll!

Und für alle die, die den Film noch nicht oder nochmal sehen wollen => einfach kostenfrei downloaden (zum abspielen des ogg-Formats bietet sich der freie VLC-Media-Player an)

Und eure Meinung könnt ihr auf einer eigens dafür angelegten Seite im disgenderbility-blog abgeben - die Macher*innen freuen sich.





gremienarbeit

14 01 2008

AG “Strukturelle Ausschlüsse & Einstellungspolitiken”

…. ich hab angst *bibber* …also was zum aufbauen, immerhin bin ich schon mal wach …





Welturaufführung des Films “Die Heide ruft”

3 01 2008
disgenderbility Heute darf ich wiedermal ein filmprojekt meiner geliebten genderkommoliton_innen ankündigen.

Am 23.Februar 2008 um 12 Uhr wird der film “Die Heide ruft - Sexualbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigungen” im kino arsenal in berlin welturaufgeführt.

Die vorführung wird (wie es sich gehört) kostenlos sein - einige darsteller_innen und die Filmemacher_innen (miriam mirwald, danilo vetter, marius zierold) werden anwesend sein, um im Anschluss eventuelle Fragen zubeantworten.

Für einen kurzen einblick könnt ihr euch hier auch einen kurzen trailer anschauen ….

Ich hoffe euch dort zusehen - es wird sich sicherlich lohnen!





2008 - have a dream

2 01 2008
have a dream

guten morgen im jahr 2008!

… wie immer verschlafen - wie immer zu spät … dafür mit einigen vorhaben für dieses neue jahr. Wollen wir mal hoffen, dass dieses jahr 2008 nicht so verläuft wie die ersten tage - schlafend - träumend.

wobei ich jeder_jedem viele träume wünsche - ist doch träumen & träume haben eines der wichtigsten dinge. träumend die welt zu entdecken, träumend die welt zu verändern. hoffen wir mal, dass kein albtraum dabei ist.

also allen alles gute und noch viel mehr in 2008!

hier ist jedenfalls mal meine (traum)liste für’s neue jahr, vielleicht ist ja für die eine oder den anderen auch noch was träumenswertes dabei …

  • eine wohnung & traute wg
  • zwischenprüfung informatik
  • der pünktlichkeitwieder etwas näher kommen
  • ein hs-schein in gender & ne idee für die magisterarbeit
  • eine grundsatzdiskussion mit der besten freundin - wo stehen wir-was sehen wir-was wünschen wir
  • barrierearmut im web
  • nen edv-job
  • cArla_x op
  • extrem viel sonne mit anschließender parthenogenese
  • nie wieder fleisch bishin zur kunst der veganen ernährung
  • konzentrationsfähigkeit & mehr produktivität oder disziplin … so kram halt, damit frau mitspielen darf
  • dass ich nicht mehr angeschrieen werde, ich sei doch gar keine frau - gefragt werde, ob ich lesbisch sei - nicht darüber nachdenken muß,  f*** bullen zu rufen
  • dass leben wieder etwas langsamer geht
  • mehr fragen & weniger antworten
  • jen (so gorgous)
  • all is full of love
  • nicht aufgeben und weiter träumen

…to be continued… and please inspire me!





überbrückungstürchen zum chillen

16 12 2007

Ja - heute war wieder malochen angesagt, daher etwas spät — aber das klingt für euch schlimmer, als es für mich war. Denn ich rocke das eckstein mit einer guten freundin zusammen, so dass hier wieder mal meine traum von der aufhebung der trennung von privat & arbeit in erfüllug geht.

ja liebe lesenden - ich trenne nicht … ausser meinen müll.

so und da ich ja mit den jahren mich auch ein wenig in disziplin üben will, bleibe ich hartnäckig am adventskalender und präsentiere euch heute was entspanntes. einfach zurücklehnen, den lautstärkeregler hochdrehen und das bunt in bild und ton geniesen ….

empfohlen vom: bLumEnhiRn





*feminist-riot-türchen

14 12 2007

Wieder einmal beweist uns unsere gute evolution, dass ihre theorie doch irgendwie an den haaren herbei gezogen ist - nicht immer hat das “stärkere”, die nase vorn … manchmal eben auch nen airbag im gesicht. alles ne frage der perspektive

! zur nachahmung empfohlen !
*kicher*





denken & verrenken - türen

13 12 2007

ohne oberfläche keine tiefe

oHne oBerflÄche k_eine tiefe

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noch 16 tage …

7 12 2007

… hmmm - bis weihnachten. Ja genau - dafür ist ein adventskalender schließlich da - uns daran zu erinnern, wie lange es noch bis weihnachten dauert. Zwischen durch immer wieder n bissl langweilig bis frustrierend … dazu heute ein video:

Die Geister die ich rief.

Eine Arbeit von:
Karl Badde
Claudia Neuhaus
Madlen Szabó

… ist halt nicht immer einfach geistreich und hilfreich zu sein. Aber kann ja jeder_jedem mal passieren.

Und wo wir gerade bei hilfreich sind, hier noch was gegen die reine konsumhaltung - ein gedankenanstoß. Ihr könnt wie immer sitzen bleiben, dürft drüber nachdenken, klicken, unterschreiben, vielleicht sogar weitererzählen und anders erzählen. Es geht um den begriff

“geistige Behinderung”

Ich und andere finden den begriff “geistig behindert” abwertend und immer mehr Menschen lehnen diesen Begriff ab.

Die menschen von Mensch zuerst wollen nicht “geistig Behinderte” genannt werden. Sie wollen den Begriff “geistig behindert” abschaffen.

Sie finden den Begriff “Menschen mit Lernschwierigkeiten” besser.

Ich finde, das ist doch schon mal ein weg in die richtige richtung — also hier deine möglichkeit dir nachdenknahrung zu besorgen & den Begriff ‘Menschen mit Lernschwierigkeiten’ mit deinem namen zu unterstützen. Weitere infos zu diesem thema findet ihr bei Disability Studies - Behinderung neu denken.

gefunden bei: disgenderbility.de - ein projekt im rahmen einer diplomarbeit, das sich mit dem zusammenhang von geschlecht & lernschwierigkeiten auseinandersetzt.





Forever und immer wieder neu : 10 Jahre Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin

14 11 2007

10JahreGender

.

So und nun doch nochmal ganz offiziell der Hinweis auf den Geburtstagsfilm der Gender Studies der HU Berlin. 10 Jahre waren “wir” geworden und das haben ein paar Studia zum Anlaß genommen und haben eine kleine Reise durch ein paar Facetten des Studiengang per Videokamera gestartet.

Ich bin immer wieder begeistert von meinen Kommoliton_innen (und natürlich auch von so einigen Dozent_innen) … *verbeug


Ein Dokumentarfilm von: Katrin Rubel, Mirjam Mirwald, Rosalia Falcone, Danilo Vetter
Deutschland 2007
Länge: 20 Minuten
veröffentlicht unter Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 2.0Musik: Bell Sparks: Thumbtack (2007) Open Music Contest.org

Ein studentisches Filmteam begleitet Nele E. von Barany und Leonie M. Mirwald bei Ihrer Entdeckungsreise der Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die beiden „zukünftigen Student_innen“ gehen in sieben Interviews mit Studierenden und Lehrenden der Frage nach, was „Gender Studies“ bzw. „Gender“ sein kann. Der Film versteht sich als ein filmischer Blumenstrauß für das Geburtstagskind „Gender Studies“, mit dem sich die Filmschaffenden eng verbunden fühlen.Interviews mit: Juliette Emerson, Sandra Luka Stoll, Diana Drechsel, Johannes Verch, Christina von Braun, Antje Hornscheidt, Maisha M. Eggers, LCavaliero.





emanzendorf in kenia … i love it

9 11 2007
foto-1152.jpg … friedmann & mahler sind vergessen > kenianische emanzipation ist angesagt. manchmal mag ich es, technischer & technlogischer effekt von mediendiskursen zu sein…. lets dance!
Emanzipation auf Kenianisch Na das ist doch mal was, was mein kleines herzlein hüpfen lässt … frauenemanzipation ganz traditionell … zur videodoku

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