schon vergessen…
heute ist nicht besser als letztens – wieder den „zug“ verpasst.
ABER auch wenn ich der frustration ab und an raum gebe (was gerne beantwortet wird mit: „na dann lass ich dich mal besser in ruhe“, weil der gemeine proll meist nicht weint, sondern knurrt), verweigere ich mich der depression…
ALSO – ich besuche im moment an der uni ein seminar zur mensch-tier-grenze und bei meiner recherche zum thema in den medien hab ich letztens das folgende youtube-video gefunden … ich lach mich tot – das mops gibt sich wirklich mühe und ich finde er macht das verdammt gut.
cArlchen & sAn sind auf den zug gleich aufgesprungen und was dabei rausgekommen ist, könnt ihr hier sehen *kicher*
naja – sAn & cArlchen müssen wohl noch ein bisschen üben – wobei ich finde, dass ich gar net schlecht war und cArlita is ja schließlich in ihrem element. beim nächsten mal andersrum – immer schön schritt für schritt.
Und vielleicht helfen sprechende tiere uns menschen dabei endlich einzusehen, dass die verschiedenen grenzen zwischen tier und menschen nicht einfach nur so und naturgegeben sind und wir daher per se mit tieren machen können was und wie wir wollen. ich erinnere nur an die die vielen grills und teller voll mit massenhaltungsgequälten tierleichenteilen. eine schande ist das.
vielleicht rücken so sprechende tiere wieder näher an uns und unsere ethischen vorstellungen heran. Vorallem da ja gerade die eigenschaften vernunft und sprache uns menschen per definition als das wertvollere individuum auszeichnen.
Dies gehört übrigens nicht zu meinen persönlichen ansichten. Insbesonders cArlchen zeigt mir desöfteren wer der_die vernunftbegabtere ist. Ich meine, um mal vom bürgerlich-kapitalistischen vernunftsargument wegzukommen, es soll leid vermieden werden wo immer es uns als ethisch orientierte individuuen möglich ist. und das kann jede_r täglich neu entscheiden – gequälte chicken wings oder spargel-kartoffel-auflauf aus der region?!
Bei lola gab’s gestern auch nen aufbauenden post zum thema vegetarismus – in der belgischen stadt gent gibt’s jetzt jeden donnerstag in allen öffentlichen einrichtungen nur fleischlose kost, samt infos rund um die vegetarische ernährung. bravo!!!
hat die welt je süßeres gesehen?
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Der Streit um die nicht vorhandene Hausordnung der Humboldt-Universität zu Berlin mit Verweis auf das imaginäre Hundeverbot nimmt seit letztem Jahr immer unschönere Formen an.
Ständig werden wir von irgendwelchen uni(n)formierten Prörtner_innen, Sekretär_innen und anderen Mitarbeiter_innen belästigt. Und das ist mittlerweile wahrlich Belästigung, denn es vergeht kein Tag, an dem wir nicht angesprochen, angepöpelt, angeschrien und ausgegrenzt werden, einfach nur weil wir anwesend sind. |
Das jüngste Ereignis ist exemplarisch. Da durfte ich mich vor einem ca. 20-30-köpfigen Publikum öffentlich von Herrn Dipl.-Inf. Uwe Pirr (Leiter des Multimediaservice der HU) anschreien lassen, weil er der Meinung war das cArlchen in der Uni nix zu suchen hat. Mit Hausverbot und Polizei wurde gedroht. Und das Publikum – wohl gemerkt alles vernunftbegabte, studierte und gebildete Menschen haben stumm dabei zugeschaut. DANKE – für die Unterstützung!
Tja und cArlchen war mit Abstand das wohl ruhigste und entspannteste Individuum im Raum. Aber das zählt ja nicht. Es zählt nur, das es Menschen gibt, die Allergien haben – hä? Und? …es gibt auch unglaublich viele, um’s genau zu sagen signifikant mehr Menschen, die Allergien gegen Pollen haben … ist das ein grund alle Bäume und andere Pflanzen zu entfernen? Naja – wird in deren Logik wohl der nächste Schritt sein.
Ein weiterer gern angeführter Punkt (der Technischen Abteilung der HU), da wären noch so viele Menschen, die Angst vor Hunden haben, weil Hunde ja soooo gefährlich seien. Dazu fällt mir nur eins ein:
„Jede vierte Frau ist Opfer von Gewalt (…) willkommen in Deutschland.“
„Misshandlungen durch Ehemann, Freunde oder Lebenspartner gehören für viele Frauen und ihre Kinder auch in der Bundesrepublik zum Alltag. Rund 25 Prozent aller Frauen in Deutschland haben bereits Formen körperlicher oder sexueller Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt.Frauen werden vom Mann geboxt, getreten, gewürgt, an den Haaren gezogen, mit Gegenständen beworfen, mit dem Kopf gegen Wände geschlagen oder Treppen hinuntergestoßen. Das Spektrum der Gewalt ist breit.
Einkommen, Bildung oder Alter sind dabei völlig belanglos. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen, häufiger als Verkehrsunfälle, Überfälle und Vergewaltigungen zusammen genommen.“ (Quelle: http://www.frauenrechte.de)
Täter dieser Gewalttaten sind fast ausschließlich Männer. Ergo Männer sind gefährlich – ergo Frauen sollten Angst vor ihnen haben – ergo Männer sollten an die Leine, mit Handschellen versehen werden, nur in abgegrenzten und explizit ausgezeichneten Arealen frei laufen gelassen werden! In öffentlichen Räumen, wie Universitäten sollten sie verboten sein und gegebenenfalls in professionelle Betreuung gegeben werden.
Und merkt ihr was, genau … Schwachsinn ist das. Aber für Hunde deren Gefahrenpotential nicht annähernd so hoch ist, wie das von Männern ist diese Praxis alltäglicher Wahnsinn
Und dabei soll ich dann noch effizient und erfolgreich studieren? – wiedermal… DANKE für die Unterstützung!
Schön ist auch der Hinweis seitens der Technischen Abteilung der HU meinen Hund in professionelle Betreuung zu geben. Kann mir eine_r erklären wer das bitte sein soll, ausser ich? Ach stimmt, das Tierheim Berlin. Und dann gibt noch so komische Urlaubsbetreuungen für Tiere, die im übrigen verdammt viel GEld kosten. Oder wird’s demnächst neben der Kinderbetreuung auch eine Hundebetreuung an der Humboldt Uni geben?
Außerdem frage ich mich, wo soll das cArlchen eigentlich leben außer in der Wohnung, an der Leine in Park & Wald (wo cArlchen sich dan vorstellen darf, wie es wäre an diesem Baum zu schnuppern oder dort drüben dem Hund Guten Tag zu sagen) oder im Hundeauslauf. Die spinnen doch!
Aber zum Glück gibt’s cArlchen, die mir nach jeder Auseinandersetzung mit einer_einem dieser scheinbar nicht vernunftbegabten Menschen das süßeste Wedeln ever zu wirft und sich freut das wir wieder einmal einen Hinter- und Nebeneingang gefunden haben, um dieses oder jenes Universitätsgebäude zu kapern.
Wer darüber genauso empört ist wie ich, kann gerne Herrn Pirr (googlebar) oder der Technischen Abteilung der HU (googlebar), die sich diesen ganzen Mist ohne rechtliche Grundlage ausgedacht hat, eine Mail schreiben. cArlchen, ich und sicher einige andere HU-Studis mit und ohne Hund würden sich sicherlich freuen.
Homosexuelle Tiere: Keine Rückschlüsse auf Menschen möglich
ACH NEIN – PLÖTZLICH DOCH keine Rückschlüsse à la das ist doch nicht natürlich ….
Gut 500 Tierarten verhalten sich homosexuell. Rückschlüsse auf den Menschen lassen sich daraus aber kaum ziehen, sagt Verhaltensforscher Paul Vasey. (…)
Die Schwulenbewegung verwendet diese Ergebnisse als politisches Instrument. Allerdings greifen Anti-Homosexuellen-Verbände, wie konservativen Christen, genauso auf Forschungsergebnisse zurück, um gegen Homosexuelle zu argumentieren. Jeder nutzt also die Forschung für seine politischen Zwecke. Als Wissenschaftler kann ich nur sagen: Wenn ein Politiker Tiere benutzt, um zu behaupten, was natürlich ist und was nicht, dann hat der Politiker unrecht.
Gefunden in ZEIT online vom 23.5.2008 – aber vorsichtig ganz ohne Stereotype kommt auch dieser Artikel NATÜRLICHERWEISE nicht aus und sucht unabdinglich nach Rückschlußmöglichkeiten auf den Menschen.
Was wären wir Menschen bloß ohne die Tiere?!
tierisch menschlich
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tierchen
Ausgelöst wurde dieser u.a. berichte durch ein besuch im Hygienemuseum Dresden – mehr dazu findet ihr bei lola im weblog.
Wie in fast allen öffentlichen einrichtungen waren tiere, speziell hunde nicht gern gesehen, ausser in dieser form *brrr*
… immerhin durfte cArlchen in den Vorhallen des Museums warten und mußte sich nicht bei gefühlten -25°C vor den Pforten den kleinen haarigen hintern abfrieren. wie gütig!





