auf der suche nach erleuchtung

15 05 2008
sAn in adlershof …kann einer schon mal das lachen vergehen - das informatikstudium ist wahrlich keinzuckerschlecken - dabei werd ich glatt zur memme. menno!

aber ich bleib dran und hoffe ihr (der erleuchtung) doch bald zu begegnen oder ner netten kommoliton*in.

derweil surf ich hie & da im netz und präsentiere heute, was ich so fand…

mandy morange Als erstes sei auf das blog von mandy morange alias murk`elle hingewiesen. mal schauen was sich das so für ne welt auftut. lustig & informativ wird sicherlich - ich wiege mich in zuversicht.

hach und dann ist da noch TROUBLE X - tolle comix - wunderbar schief. da hab ich so einige ideen her mit den gender-queer-fem-unzulänglichkeiten unserer gesellschaft umzugehen. button, aufnäher*innen und other stuff von ihrm gibt’s immer sonntags aufm trödel am boxi (berlin-f-hain).

male - female - fuck you trouble X




der siegeszug der anarchie

7 01 2008
geschlechtsneutrale verkehrsschilder hach - so möchte mensch doch jeden morgen geweckt werden!

… als ich die auge vorhin öffnete, traute ich meinen ohren nicht …Hans Monderman (verkehrsingenieur) spricht im deutschlandfunk davon den verkehrsschilderwald “abzuholzen” und sämtliche verkehrsteilnehmer_innen sind gleichberechtigt, ganz gleich wie sie sich fortbewegen.

Frei nach dem motto, mach den verkehr (scheinbar) gefährlicher, damit er sicherer wird.

Auch plädiert er,

»sämtliche Fahrbahnmarkierungen samt Zebrastreifen entfernen, sodass die Autofahrer keine eigene Bahn mehr haben und statt dessen ein gemeinsamer Raum entsteht, den sie sich mit den anderen teilen müssen. (denn) Je sicherer sich ein Autofahrer fühle, desto rücksichtsloser benehme er sich. Muss er sich jedoch ohne Schilder und ohne jegliche Fahrbahnmarkierung seinen Weg suchen, dann drosselt er das Tempo sofort und sucht Augenkontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern. Das sei das Schlüsselwort: Augenkontakt. Autofahrer, Radler und Fußgänger müssten sich an Kreuzungen wieder im Auge behalten.«

Na endlich! ich frag mich ja immer warum die einfachsten zusammenhänge so lange brauchen, um erkannt zu werden? Aaaah - ich hab ne idee, wohl weil der_die durchschnittliche höhere “Entscheidungsberechtigte” meist von Fahrer_innen durch die Gegend gefahren wird ….oder wie so viele ihr hirn beim vorhanden sein regeln & gesetzen abschalten. braucht mensch ja dabei auch net mehr.

Endlich kommt die verantwortwortlichkeit wieder dorthin wo sie hin gehört, an den menschen und die_der einzelne ist wieder mit seiner “natürlichen” und immer vorhandenen verantwortlichkeit konfrontiert, darf sein gehirn (und hoffentlich auch das herz) wieder einschalten, aufmerksam nach rechts & links schauen, sich gegenseitig wahrnehmen und selbst entscheiden, was als nächstes zu tun ist.

Hach - ich bin ganz verzückt - dann brauchen wir endlich keine unserer heiß geliebten (pseudo)sicherheitsbeamten mehr, die ständig kontrollieren (und schikanieren), ob mensch auch fein bei gelb schon anhält, unabhängig davon ob überhaupt noch wer auf der straße ist.

Und es scheint vielleicht auch gar nicht mehr so weit weg von berlin …

»Mehr als 100 Mal konnte Monderman sein Prinzip bereits realisieren. Auch im Ausland: Brandenburg sucht Kommunen für ein Pilotprojekt. Berlin und Hamburg sind interessiert.«

Jedenfalls scheint’s auch statistisch gesehe, ganz gut zu funktionieren…

»(…) in London wurden an der Kensington High Street alle Ampeln und Schilder entfernt mit der Folge, dass die Zahl der Unfälle mit Fußgängern um 60 Prozent gesenkt werden konnte.«

Ich freu mich drauf!

Noch mal genauer nachlesen, könnt ihr den beitrag: Stadt ohne Schilder. Ein neues Verkehrskonzept als Modell für die Zukunft. auf den webseiten vom deutschlandfunk.





Welturaufführung des Films “Die Heide ruft”

3 01 2008
disgenderbility Heute darf ich wiedermal ein filmprojekt meiner geliebten genderkommoliton_innen ankündigen.

Am 23.Februar 2008 um 12 Uhr wird der film “Die Heide ruft - Sexualbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigungen” im kino arsenal in berlin welturaufgeführt.

Die vorführung wird (wie es sich gehört) kostenlos sein - einige darsteller_innen und die Filmemacher_innen (miriam mirwald, danilo vetter, marius zierold) werden anwesend sein, um im Anschluss eventuelle Fragen zubeantworten.

Für einen kurzen einblick könnt ihr euch hier auch einen kurzen trailer anschauen ….

Ich hoffe euch dort zusehen - es wird sich sicherlich lohnen!





DRAGSHAUFEN-türchen

17 12 2007

Ihr wart beim”pläne umwerfen” nicht so erfolgreich, weil es noch keine pläne gibt … auch für solche fälle hab ich natürlich ein türchen parat.

DRAGSHAUFEN (*S*T*o*S* & friends) Calendar 2008

»Ab sofort könnt ihr den schicken DRAGSHAUFEN (*S*T*o*S* & friends) Calendar 2008 in eure tatzen und pfoten bekommen! Da drinne sind 24 bunte fotoseiten mit der vorstellung vieler linkstrans*genderqueerfeministichen projekten, menschen (u.a.XB-Liebig, Schwarzer Kanal, den KoB, Viola, den Sissy Boyz, Scream Club, uva…)!

Und wie könnt ihr den bekommen? entweder ihr bestellt einen (oder mehrere) per mail unter lcavaliero(-)gmx.de und bekommt das gute stück (oder mehrere stücker) nach eintreffen der solimäuse auf unserem konto per post zugeschickt… …oder: ihr besucht uns bei einer der untenstehenden veranstaltungen und packt ihn oder sie gleich ein! (solikosten 5euro material/verpackung (ggf.zuzüglich versand) PLUS tolle spende nach eurer wahl für ein links/trans*/queer/feministic projekt/gruppe das wir noch auslosen werden!)«

14.12. La Moustache at Kastanienkeller -> 23-01Uhr
15.12. Winter WarmUp at ab queer -> ab 16uhr
16.12. wintermarkt at cafe morgenrot-kollektiv* - beim A.G.Gender-Killer-Stand ->12-20.00Uhr
18.12.Womens Lounge at Himmelreich ab 21Uhr
19.12. Tante Horst 19-21Uhr
19.12. Silver Future 21.30-23Uhr
21.12. Search and Destroy at Schwuz from 11o´clock on
30.12. Mitmachshow der Kingz of Berlin at aha
31.12. Big Silvester Show at aha ab 21Uhr

jetzt gibt’s den Kalender auch in der Buchhandlung Prinz Eisenherz, Schwarze Risse (prenzlauer berg), O21 und im Tante Horst!

viele liebe rrriotcheers,
urs *Spicy*Tigers*on*Speed*!

Ich hab schon einen! schickes teil!

gefunden: im blog der Fachschaftsini Gender Studies der HU Berlin, dem mädchenblog und den myspace-seiten der *Spicy*Tigers*on*Speed





_xXx_ … der gender-gap war gestern!

8 12 2007
männlich? weiblich? - fuck you! Ich komm’ gerade von der queer*s calling - gediegener abend … am kicker bis (auf einmal) nur verloren. Aber ich hab auch was bekommen - eine neue idee von eine_x kommoliton_x … ja-ja - genau - das X.Ich hab euch heute sozusagen das X mitgebracht und reingepackt ins 8. Türchen.

Dank an Anne & Prof. Antje Hornscheidt

Was es mit dem X auf sich hat?

Naja grundsätzlich sollte euch das X ja bekannt sein - die quasi »natürliche« Bedeutung des 24. Buchstaben unseres Alphabets … chromosom X & chromosom Y

…und darum geht’s im heutigen Türchen - personale Appellation.

Das unsere deutsche Sprache bzw. deutsche Grammatik alle Nomen & Pronomen in geschlechtliche Codes packt, sollte dem_der geneigten Leser_in bereits aufgefallen sein.

der - die - daser - sie - es ….immer alles fein nach männlich, weiblich und sächlich eingeteilt. Es ist schwer ohne Verweis auf das Geschlecht auszukommen.

Meine bisherige bevorzugte personale Benennungspraxis war der gendergap - je nach Kontext auch mal das generische Femininum.

Davon mal abgesehen, dass die durchschnittlichen deutsch sprechenden Menschen gewohnheitsmässig dem generischen Maskulinum frönen, gibt es doch bereits einige andere die das Binnen-I oder die Schrägstrich-/Klammervariante bevorzugen. Die meisten jedoch empfinden alles (bspw. den gendergap), was darüber hinausgeht jedoch schon als übertrieben.

Ich persönlich bevorzugte den gendergap, weil er nicht nur sprachlich auf die beiden als Extreme konstruierten Geschlechterformen eingeht und sichtbar macht, dass es noch mehr geben kann. Das Binnen-I bspw. verweist eben ausschließlich auf das Vorhandensein von Frauen & Männern - mehr scheint da nicht zu geben. Mit dem gendergap hingegen soll der Lücke, dem nicht Sagbaren, dem Kontinuum der Möglichkeiten zwischen den kultivierten Polen Frau und Mann, in dem sich so einige Menschen empfinden oder befinden, einen sprachlich sichtbaren Raum geschaffen werden. Der Illusion zweier sauber trennbarer Geschlechter soll das bisher nicht Sagbare entgegengesetzt werden. Die Lücke wird dabei zum Beispiel mit einem Unterstrich (Leser_in), einem Sternchen (Leser*in) oder was auch immer ihr bevorzugt im Schriftbild deutlich gemacht. Beim Sprechen laß ich eine kurze Pause zwischen männlicher & weiblicher Form (Leser -pause- in).

Tja, aber die Zeiten sind vorbei … wer noch weitergehen will in Richtung Auflösung der fixen Bedeutung der Kategorie Geschlecht (keine Angst, ich glaube, niemand will Geschlechtlichkeit per se abschaffen), hat nun eine weitere Möglichkeit im Werkzeugkasten - das X. Es soll dem unausweichlichem Verweis auf die Pole von Geschlechtlichkeit ausweichen helfen, in dem es die Pole Frau-Mann sprachlich unsichtbar bzw. personale Appelationen quasi veruneindeutigt. An Stelle der gängigen geschlechtlich markierenden Endungen -er & -in, wird nun das X gesetzt.

Ja liebe_x Lese_x es mutet noch etwas eigentümlich an, aber erfahrungsgemäß macht die Massen das Kraut fett. Und meine Kommoliton_x und ich hatten gestern beim Aussprechen unserer Namen unglaublich viel Spaß.

Ach und laßt euch beim kreativen Umgang mit Sprache von Rechtschreibfanatik_X in und um euch nicht aus dem Konzept bringen - eine Dozent_x von mir hat mal gesagt, dass der Duden ein Regelwerk, eine Richtlinie, ein Hilfsmittel ist, KEIN GESETZ!

So far … wir sind begeistert! sA_x & cAr_x

Und für alle die überhaupt erstmal einen grundständigen Einstieg ins Thema nicht-diskriminierender Sprachgebrauch benötigen, hier erst mal zwei Links zum nachlesen & nachdenken:

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noch 16 tage …

7 12 2007

… hmmm - bis weihnachten. Ja genau - dafür ist ein adventskalender schließlich da - uns daran zu erinnern, wie lange es noch bis weihnachten dauert. Zwischen durch immer wieder n bissl langweilig bis frustrierend … dazu heute ein video:

Die Geister die ich rief.

Eine Arbeit von:
Karl Badde
Claudia Neuhaus
Madlen Szabó

… ist halt nicht immer einfach geistreich und hilfreich zu sein. Aber kann ja jeder_jedem mal passieren.

Und wo wir gerade bei hilfreich sind, hier noch was gegen die reine konsumhaltung - ein gedankenanstoß. Ihr könnt wie immer sitzen bleiben, dürft drüber nachdenken, klicken, unterschreiben, vielleicht sogar weitererzählen und anders erzählen. Es geht um den begriff

“geistige Behinderung”

Ich und andere finden den begriff “geistig behindert” abwertend und immer mehr Menschen lehnen diesen Begriff ab.

Die menschen von Mensch zuerst wollen nicht “geistig Behinderte” genannt werden. Sie wollen den Begriff “geistig behindert” abschaffen.

Sie finden den Begriff “Menschen mit Lernschwierigkeiten” besser.

Ich finde, das ist doch schon mal ein weg in die richtige richtung — also hier deine möglichkeit dir nachdenknahrung zu besorgen & den Begriff ‘Menschen mit Lernschwierigkeiten’ mit deinem namen zu unterstützen. Weitere infos zu diesem thema findet ihr bei Disability Studies - Behinderung neu denken.

gefunden bei: disgenderbility.de - ein projekt im rahmen einer diplomarbeit, das sich mit dem zusammenhang von geschlecht & lernschwierigkeiten auseinandersetzt.





Forever und immer wieder neu : 10 Jahre Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin

14 11 2007

10JahreGender

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So und nun doch nochmal ganz offiziell der Hinweis auf den Geburtstagsfilm der Gender Studies der HU Berlin. 10 Jahre waren “wir” geworden und das haben ein paar Studia zum Anlaß genommen und haben eine kleine Reise durch ein paar Facetten des Studiengang per Videokamera gestartet.

Ich bin immer wieder begeistert von meinen Kommoliton_innen (und natürlich auch von so einigen Dozent_innen) … *verbeug


Ein Dokumentarfilm von: Katrin Rubel, Mirjam Mirwald, Rosalia Falcone, Danilo Vetter
Deutschland 2007
Länge: 20 Minuten
veröffentlicht unter Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 2.0Musik: Bell Sparks: Thumbtack (2007) Open Music Contest.org

Ein studentisches Filmteam begleitet Nele E. von Barany und Leonie M. Mirwald bei Ihrer Entdeckungsreise der Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die beiden „zukünftigen Student_innen“ gehen in sieben Interviews mit Studierenden und Lehrenden der Frage nach, was „Gender Studies“ bzw. „Gender“ sein kann. Der Film versteht sich als ein filmischer Blumenstrauß für das Geburtstagskind „Gender Studies“, mit dem sich die Filmschaffenden eng verbunden fühlen.Interviews mit: Juliette Emerson, Sandra Luka Stoll, Diana Drechsel, Johannes Verch, Christina von Braun, Antje Hornscheidt, Maisha M. Eggers, LCavaliero.





Eröffnung der Daueraustellung “meiblich, wännlich, other! Zweigeschlechtlichkeit als Irritation.

13 11 2007
ausstellung.jpg Ja - heute ist sozusagen Vernissage hier bei mir im Weblog … und ihr seid herzlich eingeladen zum ersten Streifzug durch die Ausstellung von Julia Roßhart, Katharina Jacke, Jamie Huber, Katrin Kämpf.Warum als Daueraustellung? Warum hier? — Warum nicht! Ich schau es mir immer wieder gerne an und dieses Vergnügen teile ich gern mit anderen.

Vielen Dank an die Macher_innen!

Und euch viel Spaß beim Schaunen!





emanzendorf in kenia … i love it

9 11 2007
foto-1152.jpg … friedmann & mahler sind vergessen > kenianische emanzipation ist angesagt. manchmal mag ich es, technischer & technlogischer effekt von mediendiskursen zu sein…. lets dance!
Emanzipation auf Kenianisch Na das ist doch mal was, was mein kleines herzlein hüpfen lässt … frauenemanzipation ganz traditionell … zur videodoku

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hannelore bublitz

7 11 2007

Na schau sich das eine_r an: “Widerständigkeiten dienen der Effizienzsteigerung und verstärkten Rationalisierung des individuellen und kollektiven Lebens”.

Danke Hannelore … ja es birgt eine gewisse Logik - nachvollziehbar - aber nicht sonderlich motivierend in dieser Terminologie - halt doch wieder alles nur reproduzierend. Stellt sich mir die Frage, lieber wieder konformer und so das System zum erlahmen bringen? *grübel

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