schau ich heute morgen gemütlich mal wieder auf meinen blog und dann das ….
meine weblogstatistik
ja, kurz hab ich überlegt, was das soll und ob ich mir jetzt sorgen machen sollte. abgelehnt! doch eigenartig und schräg ist es schon.
nun gut. es bleibt in dieser eigenartigkeit im rahmen meiner momentanen erlebnisse.
grad waren wir den etwas neurotischen (selbstbeschreibung) wg-mitbewohner losgeworden, ohne größeren zwischenmenschlichen und materiellen schaden. schon sitz das nächste faule ei im nest – ein (mehr oder weniger professioneller) betrüger *augenverleiher … aber auch den sind wir mit mittelschwerem schaden wieder losgeworden.
beim gestrigen gender is happening des Gunda-Werner-Institut (Böll Stiftung), sind mir nach langer zeit wieder ein paar bekannte und liebe gesichter begegnet, was mich sehr gefreut hat, aber was mir wieder für geschichten erzählt wurden und was ich teilweise selbst beobachtet habe *kopfschüttel* … oh nein! wieder wanke ich zwischen ernüchterung, enttäuschung und wut. gender – reflexion – kritik hin oder her, da gibt’s noch viel zu tun und ich hoffe, dass (wieder?) mehr und genauer hingeschaut und hin gehört wird und auch vor der eigenen tür gekehrt wird.
aber es bleibt die frage – bin ICH zu naiv, zu idealistisch, zu pedantisch, zu still … naja und zu proll?
und es bleibt auch – noch bin ich dabei!
nachtrag: jetzt droht der alte mitbewohner uns wegen des betrüger – soll ich lachen oder weinen? bitte entschuldigt, aber: dieses männliche gemacker geht mir langsam wirklich auf die nerven!
joar … und üsch bin allein – mit cArlita & meinen 3 Hausarbeiten zu Roboter_innen, zu Haraway & Disability Studies und zu Karen Barad & Embodiment. *schnauf
Unglaublich aber wahr – ich hab’s trotz anhaltender Undisziplin geschafft den Artikel „Transdisziplinarität“ im Genderwiki endlich fertigzustellen. Nicht das Undisziplin was per se schlechtes wäre, wie Hark schon sagte: „Die Undisziplinierten tendieren zu unmäßigem Verhalten , überschritten gesetzte Grenzen und stellten soziale Regeln in Frage.“ (Hark: Dissidente Partizipation, 341) – muß auch mal sein =)
So und nun möchte ich alle Leser_innen dieses Blogs einladen, den Artikel mal zu lesen und Lob, Kritik, Anmerkungen, Verständnisprobleme oder ähnliches hier, per mail oder direkt ins Genderwiki einzuarbeiten.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, auch und gerade von (sogenannten) Nicht-Expert_innen zwecks Verständlichkeit.
Desweiteren danke ich meinen Kommoliton_innen (Jen, Danilo, Katrin) für ihre Unterstützung.
btw. der Link zur Hilfe des Genderwiki funktioniert wieder ordnungsgemäß und ist navigierbar
Heute möchte ich noch schnell mein letztes Referat „Haben Roboter_innen ein Geschlecht? – Entwicklungen auf dem Gebiet der Humanoiden Roboter“ vorgestellt, welches ich im Rahmen des Seminars „Theorien über Technik und Gesellschaft: RoboterInnen? Vom Industrieroboter zu sozialen Maschinen.“ an der TU Berlin gehalten habe.
(btw. es läuft im moment echt gut mit referaten – ich bin erstaunt – kann mensch wohl doch lernen)
Worum ging’s? … aufzuzeigen wie:
der momentane Stand der Forschung bzgl. Humanoider Roboter_innen aussieht bzw. mit welchen Problemen gekämpft wird und wie diese besprochen werden.
Roboter_innen ein Geschlecht haben, obwohl sie kein Geschlecht haben.
sich Geschlecht in technologischen Artefakten, hier Humanoiden Roboter_innen, artikuliert – dieser Punkt wurde von mir allerdings nur eher „oberflächlich“ bis polemisch angeschnitten, um zu verdeutlichen, wie präsent Geschlecht auch in den technologisierten Bereichen der Gesellschaft/Wissenschaft ist.
die Differenz zwischen Mensch & Maschine/Roboter_in durch die Ausweitung menschlicher Eigenarten auf künstlich geschaffene Entitäten geringer wird und so den konstruktiven Charakter sowohl der „natürlichen“ Eigenarten des Artefakts, als auch der des Meschen sichtbar machen kann.
die wissenschaftliche Praxis des wechselseitigen Transfers zwischen menschlichem Körper & Maschine: „manchmal benutzt der Körper das Werkzeug als Teil seiner Organstruktur (Prothese), manchmal integriert die Maschine den Körper als Teil seines Mechanismus.“ (KSM,Preciado)
Gestern ist mir aufgefallen, dass es wohl einige Menschen geben dürfte die mit Agential Realism inhaltlich wenig anfangenkönnen. Hier also nochmal ein kurze Zusammenfassung für all jene, die noch nie oder wenig gehört haben über Karen Barad und ihrem Konzept des Agential Realism.
Über die Professorin Karen Barad kann ich nicht allzuviel sagen. Sie ist Theoretische Physiker_in, Philosophin und arbeitet in den Science Studies/ Femistische Studien an der University of California, Santa Cruz, USA.
Das Konzept des Agential Realism hat mehrere Bedeutungsebenen, die sich gegenseitig bedingen – er bietet einen methodischer Rahmen, einen erkenntniskritischen & naturwissenschaftlichen Zugang zu und Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnisobjekten und Realität.
In ihrem Text („Meeting the universe halfway, realism and social constructivism without contradiction.“) setzt sie sich mit der noch andauernden Kontroverse zwischen Realismus & SozialKonstruktivismus auseinander und entwickelt ihr feministisch-theoretisches Modell des Agential Realism. Die bisher disziplinär unterschiedenen Zugänge von Epistemologie und Ontologie stellen für sie, ebenso wie Realismus & Konstruktivismus, keine prinzipiellen Gegensätze dar, sondern bilden ein Ganzes. Für Barad gibt es kulturell-diskursive UND natürlich-materielle Grundlagen wissenschaftlicher Wissensbestände.
In ihrem Text erläutert sie dies gemeinsam mit Niels Bohrs Interpretation der Quantenmechanik und seiner Philosophie-Physik und anhand von drei grundlegenden Phänomenen der Quantenphysik (Zufall, Unbestimmtheit, Beobachtungsabhängigkeit von Eigenschaften), welche sich als unvereinbar mit der klassische Physik darstellen.
Hier noch eine kleine Grafik zu Barad methodisch-ethischer Rahmenkonzeption des Agential Realism, da ich im unten eingestellten Vortrag auf diese Punkte nicht eingehe, sondern nur ihr Embodimentkonzept vor dem Hintergrund der Quantenphysik vorstelle.
Grafik Methodisch-ethischer Rahmen des Agential Realism
lichte mondnacht - der welt die treue halten! (d.j.haraway)
Ich habe heute morgen in einem meiner Gender Studies-Seminare ein Referat gehalten zum Embodiment-Konzept (agential realism) von Karen Barad(Barad, Karen (1996): Meeting the universe halfway, Realism and social constructivism without contradiction. In: Lynn Hankinson Nelson & Jack Nelson (eds). Feminism, Science and the Philosophy of Science. Dordrecht, Boston, London, S.161-194.).
Ansich nichts ungewöhnliches für eine Studierende – aber – für mich schon, weil … normalerweise bin ich so ziemlich die schlechteste Referent_in, die ich so kenne. Wirr und ohne roten Faden, nervöse, zu schnelles Sprechen und der Dialekt, der zwar erheitern ist, aber leider vom Inhalt wegführt.
Und diesmal war irgendetwas passiert, ich war nicht anders als sonst und doch die „meute“ schien gespannt und gebannt … und … nach dem seminar haben sich sogar zwei meiner kommoliton_innen bei mir für den erhellenden vortrag bedankt. Ich bin immer noch etwas perplex – eine Einzigartigkeit, die hoffentlich ähnlich reproduzierbar ist, wie die lokal und temporären einzigartigen Phänomene des agential realism.
Meine Erklärung – ich hab wohl unbemerkt reden gelernt, in meiner neuen WG. Dank an dieser Stelle also an meine tollste WG ever, die soviel Geduld und Raum für meine Belange und Bedürfnisse schafft. Und auch ein riesiges Danke an Jen, die mir bzw. mit mir den Text vom Englischen ins Deutsche übersetzt und wunderbar konstruktiv diskutiert hat – das war ne wahrlich harte Arbeit!
Den übersetzten Text möchten wir natürlich auch gern anderen zur Verfügung stellen, dazu müssen aber leider noch ein paar urhebungsrechtliche Fragen geklärt werden. Dazu gibt’s hier im Blog später noch nähere Infos – aber ihr wisst erstmal, dass der Text nun auch in deutscher Fassung zumindest existiert.
Das Referat wird ebenfalls später noch hier eingestellt, denn natürlich will ich euch den Inhalt dieses Textes nicht vorenthalten. Auch der oben verlinkte Eintrag in der Wikipedia ist leider eher dürftig – also noch ein langfristigeres Projekt für’s GenderWiki.
Ich bin ein wenig traurig, weil ich meine wohnung hier in lichtenberg und auch lichtenberg ansich sehr liebgewonnen habe – weil die unannehmlichkeiten mit meiner schwester kein ende finden – und ich im sommer nicht mal ebenso zwischendurch in den treptower park fahren kann um kiloweise mein geliebtes softeis zu verspeisen *heul
Aber ich freue mich natürlich auch tierisch auf meine neue mitbewohner*in mari*x, endlich wieder wg-leben geniesen zu dürfen, mein toller ausblick mit morgensonne, die mich hoffentlich wieder öfter früher aufstehen lässt und wieder näher an einigen meiner freund_innen zu wohnen.
Ach und das zentrum samt genderbibliothek (eine der tollsten bibliotheken überhaupt) zieht in die 5.Etage am Hausvogteiplatz 5-7, in berlin-mitte. Ihr habt morgen nochmal die möglichkeit schnell alle bücher für anstehendehausarbeiten auszuleihen und dann erst ab dem 4.märz wieder – also hopp-hopp in die puschen, danach ist nämlich erstmal ein monat genderbib-abstinenz angesagt.
ja- gestern & vorgestern hat’s nicht ganz geklappt mit dem türchen …. und auch heute wird eher knapp – schön knapp …. mari* im roten samtmini und LC schick wie immer ****grrrr …. schade das mari* sitz.