—> erinnern, aufarbeiten, wiedergutmachen <—
„Vor 125 Jahren, im Winter 1884/85, empfing Reichskanzler Bismarck die Vertreter der damaligen Weltmächte zur Afrika- oder Kongo-Konferenz in Berlin. Im Namen von Fortschritt und Humanität und vor dem Hintergrund der europäischen Rassenideologie einigten sich die Vertreter von zwölf europäischen Staaten sowie des Osmanischen Reichs und der USA über die weitere koloniale Aufteilung und Ausbeutung des afrikanischen Kontinents. Im Palais des Reichskanzlers wurde das riesige „Kongobecken“ dem belgischen König Leopold II übereignet. Dessen brutales Regime kostete mehr als zehn Millionen Menschen das Leben. Mit der Berliner Konferenz trat auch das Deutsche Reich dem Kreis der Kolonialmächte bei. Prügelstrafe, Menschen- und Ressourcenraub, Zwangsarbeit, Folter, Vergewaltigungen, Konzentrationslager und Völkermord kennzeichneten die folgende dreißigjährige Herrschaft der Deutschen in den Gebieten des heutigen Namibia, Togo, Kamerun, Tansania, Burundi und Ruanda. Allein während der blutigen Niederschlagung von Widerstandsbewegungen wurden mindestens 400.000 Menschen getötet.
Dennoch wird hierzulande die Geschichte des deutschen und des europäischen Kolonialismus kaum thematisiert. (…) “ [den ganzen Kampagnenaufruf lesen]
Das Bündnis „125 Jahre Berliner Afrika Konferenz – erinnern, aufarbeiten, wiedergutmachen“, ruft auf, am 15. November, dem historischen Beginn der Berliner Afrika-Konferenz, an der Auftaktdemonstration zur dreimonatigen bundesweiten Kampagne teilzunehmen.
Ort: Gedenktafel zur Berliner Afrika-Konferenz, Wilhelmstraße 92, Berlin-Mitte
Zeit: Sonntag, 15. Nov. 2009, 14:00 Uhr.
Die Route geht über die „M…straße“ zur Neuen Wache. Kurzfristige Änderungen werden auf der Webseite www.berliner-afrika-konferenz.de bekanntgegeben.
Geschichte der Berliner Afrikakonferenz | Veranstaltungen zur bundesweiten Kampagne | „M…straße “ in Berlin
(Sollte die webseite „M…straße“ noch offline sein, kann mensch das problem mit der m-straße auch kurz auf wikipedia nachlesen, aber vorsichtig, die geben sich „neutral“.)
…bis sonntag =)
re: öko-fußabdruck
Nach dem mari* mal seinen ökologischen Fußabdruck getestet hat, muß ich natürlich auch gleich …
und so sieht’s bei mir aus – 1,5 erdplaneten. Dit is wohl noch zu viel!
Naja wie bereits vermutet ist mein hauptproblem das warme zimmer.
TIP: Heizen im Winter ist oft besonders Energie intensiv. Durch Stoßlüften mit ausgeschalteter Heizung lässt sich unnötiger Energieverbrauch vermeiden. > wobei ich dit ja schon mach *hmm
Für alle die nun auch mal wollen: hier geht’s zur messlatte
Quelle: EcoNautix
erst denken – dann reden – dann (adäquat) handeln …
Sitz ich heut morgen in der wg-küche und entdecke die okt/09-ausgabe der HUch! …und was muß ich da lesen: die rechtsabteilung meiner Universität (HU Berlin) erstattete anzeige gegen die HUch! wegen „Beleidigung (…) übler Nachrede (…) Verleumdung “ in einem artikel („Wie weiß ist der
Elfenbeinturm?“) der letzten sonderausgabe zu rassismus, die mir doch so besonders gefallen hat. ich fass es nicht!
Kurz worum es ging …. „Ein Rechtsstreit zwischen zwei Dozenten am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin eröffnet einen neuen Blick auf einen oft totgeschwiegenen Aspekt des Wissenschaftsbetriebes: Wie Rassismus und Weiße Definitionsmacht dafür sorgen, dass unter dem Deckmantel „objektiver“ Wissenschaft kolonialrevisionistische Thesen vertreten und kritische Schwarze Perspektiven zum Schweigen gebracht werden sollen – zur Not vor Gericht.“
gut – das strafverfahren ist eingestellt.
und trotzdem bin ich immer wieder enttäuscht und empört über das gedankengut und die manieren vieler in der uni wandelnden menschen. ich meine, wir leben im jahr 2009, wir sind an einer universität, d.h. dem ort wo das wissen produziert wird, was morgen in allen zeitungen, büchern und anderen medien zu lesen sein wird, d.h. also verantwortung! – und schauen wir ins leitbild der HU Berlin so steht da ne menge von verantwortung, offenheit, fortschritt, austausch und gleichbehandlung …
„Vor diesem Hintergrund versteht sich die Humboldt-Universität seit Beginn ihrer Selbsterneuerung im Jahre 1989 als eine Institution, die sich für kritische Distanz gegenüber politischer und gesellschaftlicher Macht entschieden hat. Sie wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung, Intoleranz und kultureller Selbstüberhöhung.“
Leider scheinen so einige das Leitbild und die darin bemühten Ideen ihrer Universität entweder nicht gelesen oder nicht verstanden zu haben … hier kann mensch das nachholen! Aber ordentlich und grundlich lesen! …. und überhaupt scheint es an der uni noch ne menge nachholbedarf zu geben.
weiterer vorschlag:
Wissensmacht – Machtwissen: Eine Reihe kritischer Auseinandersetzungen mit Rassismus und kolonialen Kontinuitäten in Universität und Wissenschaften
Im Rahmen der Kampagne verschiedener Berliner politischer Gruppen zur 125ten Jährung der Berliner Afrika-Konferenz von November 2009 bis Februar 2010 (www.berliner-afrika-konferenz.de) veranstaltet der Studierendenverein Commit Berlin e.V. eine Reihe, in der koloniale Kontinuitäten im Alltag und in Wissenschafts-betrieben thematisiert werden sollen. Die Veranstaltungen sind Teil der politischen Bildungsarbeit von Commit Berlin und sollen zur Sensibilisierung der deutschen Öffentlichkeit beitragen.
Ausgangspunkt ist die Universität als ein Ort, der den Alltag von Studierenden und Lehrenden wesentlich prägt und an dem vorgeblich universelles Wissen und ‚Wahrheiten’ produziert werden, sich gesellschaftliche Ein- und Ausschlüsse spiegeln, Zugänge zu Realität und Wissen verhandelt werden. Wir wollen kritisch hinterfragen, was in den Berliner Wissenschaftsbetrieben passiert. Wer kann dort sprechen und worüber? Wessen Stimme wird gehört? Wessen Wissen wird als Wissen anerkannt? Welche Funktion haben diese Ein- und Ausschlüsse für die Selbstkonstruktion der dominanten weißen Wissenschaften?
In Deutschland gibt es kaum Studiengänge, die sich explizit mit Post-Kolonialität befassen, zu viele (weiße) Menschen wissen und lernen nichts über die Berliner Afrika-Konferenz und deren bis heute währende Folgen. Die Auseinandersetzung mit deutscher Kolonialgeschichte und bis heute sicht- und spürbaren kolonialen Denk- und Verhaltensmustern und Strukturen ist noch nicht in der selbsternannten Mitte der Gesellschaft angekommen. Kolonialrevisionismus und Alltagsrassismus gehen Hand in Hand und legitimieren im Deutschland des 21. Jahrhunderts einen kolonialen Raum.
Die Veranstaltungsreihe soll zur Anerkennung eines post-kolonialen Diskurses in Deutschland beitragen und zu einer kritischen Reflexion (vor allem von Studierenden) über gewaltvolle Strukturen in ihrem eigenen Umfeld anregen.Ebenso versuchen wir, eine breitere Öffentlichkeit für alltägliche Rassismen zu sensibilisieren. Wir wollen eine Einführung in diverse Themenbereiche wie Alltagsrassismus, diskriminierende Strukturen in den Wissenschaften oder Deutsch als rassistische Sprache bieten, Denkanstöße geben und zur weiteren Diskussion und Reflexion der behandelten Themen anregen.
Für diese Verhandlungen haben wir die Universität gewählt, denn es ist an der Zeit, dass sich weitere Diskurse und Perspektiven an diesem Ort Platz verschaffen und so zu einer weiterreichenden Transformation beitragen.
Jeden zweiten Mittwoch um 18.30 Uhr im HU-Hauptgebäude (Unter den Linden 6), Raum 3038/3035
21.10. Natasha A. Kelly: Afroism. Zur Situation einer ethnischen Minderheit in Deutschland
04.11. Katharina Oguntoye: Geschichte(n) Schwarzer Menschen in Deutschland
18.11. Dr. Grada Kilomba: Who can speak? University and the decolonization of knowledge
02.12. Dr. Susan Arndt: Rassismus in der deutschen Sprache
16.12. Yonas Endrias: Rassismus in der Wissenschaft – wissenschaftlicher Rassismus
13.01. Aretha Schwarzbach-Apithy: Weiße kolonial-rassistische Lebensart – innere Kolonisierung
27.01. Prof. Dr. M. Maisha Eggers: Dekolonisierung als methodisches & methodologisches Projekt der Wissenschaftskritik
10.02. Podium: Interventionen: Strategien zur De-Kolonisierung der Universität und Wissenschaften
Bis dahin … ich hoffe wir sehen uns!
Demo – FLASHMOB! – what ever…hauptsache hin!
….. gegen Pathologisierung von Transidentität!
Samstag 17.10.09 – 15 Uhr, S-Bahnhof Hackescher Markt an der Uhr.
worum’s geht … Kampagne „Stopp Trans*Pathologisierung 2012″:
Wir machen aufmerksam auf die Psychiatrisierung unserer Identitäten!
Mit Psychiatrisierung meinen wir die Definition und Behandlung von Trans*Menschen unter dem Label einer psychischen Krankheit. Derzeitig wird die Transsexualität als „Geschlechtsidentitätsstörung“ angesehen, als psychische Krankheit. So ist sie auch im ICD-10 (Internationale Klassifikation von Krankheiten und anderer Gesundheitsprobleme der Weltgesundheitsorganisation) und im DSM-IV-R (diagnostisches und statistisches Hand-buch psychischer Störungen der American Psychiatric Association) aufgeführt.
Die Pathologisierung stellt die Ablehnung einer starren Zwei-Geschlechter-Ordnung als abnormal und krank dar. Sie gibt zudem der Medizin und dem Staat die Kontrolle über unsere Geschlechtsidentität. In diesem System haben wir nur dann ein Recht auf medizinische und rechtliche Schritte der Geschlechtsangleichung, wenn wir uns als psychisch gestört definieren lassen.
Deshalb fordern wir gemeinsam mit 160 Gruppen aus 37 Ländern weltweit die Streichung der Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung“ aus den internationalen Diagnostik-Handbüchern!!!
Am 17. Oktober 2009 finden zum dritten Mal die jährlichen Demonstrationen des Trans-Entpathologisierungs-Netzwerkes und seiner internationalen Kampagne „Stopp Trans Pathologisierung 2012“ statt. Es ist die größte weltweite Kampagne der internationalen Trans-Bewegung. Sieben internationale Netzwerke und mehr als 160 Trans-Gruppen und ihre Verbündeten aus 37 Ländern in Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika unterstützen diese Kampagne bisher. Unter den 87 europäischen unterstützenden Gruppen finden sich 11 aus Deutschland.
mehr info auf http://www.tgeu.org/node/75 und http://stp2012.wordpress.com/
ende = anfang
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so – ja – das jahr 2009 neigt sich dem ende … und also auch die seiten in den kalendern. wunderbar also, dass sich die Riot Skirts dieses „problems“ angenommen haben und vorrausschauend einen ersten queerfeministischen taschenkalender für 2010 entworfen und in umlauf gebracht haben.
darin zu finden sind neben den kalenderblättern direkte Aktion gegen den sexistischen und heteronormativen Alltag, Illustrationen/ Artworks, Erfahrungsberichte von direkter Aktion und einen Teil mit Vernetzungsinfos für queerfeministsche Gruppen. sehr schön auch, dass weitgehend auf sponsoring verzichtet worden ist.
ich jedenfalls hab mir schon mal ne handvoll bestellt und wollte, die die’s noch nicht wissen an dieser stelle auf darauf aufmerksam machen.
also … ihr bekommt den Kalender für 7 euro inklusive Versand, Bart und gutem Karma unter: riot-skirts(at)gmx.de oder auf ihrer webseite.
nachtrag zum erschütternden wahlergebnis
… es gruselt mich …
- offenen Brief an Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle unterschreiben
- frauen gegen atomstrom von genanet.de … sehr schön auch die aufgaben des monats
bundestagswahl
Am Sonntag is’es soweit – ich darf wieder mal wählen gehen und damit ich nicht so planlos und über- (oder eher unter-?) fordert vor der urne stehe, wie in meiner ersten berlinwoche nach dem urlaub – oder überhaupt dem leben, habe ich mich mal vorbereitet.
Einiges muß ich aus gründen bisheriger lebens-, system- und politikerfahrung und aus zeitgründen von vornherein ausschließen. Dank geht dabei auch an lola, der (oder lieber die?) mir da einiges an arbeit abgenommen hat! Und auch der mädchenmannschaft sei gedankt, die in „Spot on woman“ die frauenpolitischen Themen der großen Parteien zusammengefaßt haben.
Der Ausgangspunkt für meine Recherchen sollte das bedingungslose Grundeinkommen sein, weil es seit geraumer Zeit mein Politikinteresse bestimmt. …
Als erstes hab ich den Wahlomat angeschmiessen, der klärt die aktuell zentralen Fragen anhand der Parteiprogramme ab – okay, danke. Die Seite von abgeordnetenwatch.de hingegen hat mir bei meiner Entscheidungsfindung wesentlich mehr geholfen. Erstens weil sie die Kandidat_innen der Parteien UND auch die parteilosen Dirketkandidat_innen zu relevanten Wahlkampffragen befragt haben und zweitens die Antworten der Kandidat_innen direkt einsehbar waren.
Da bin ich auch Herrn Boes wiederbegegnet (ich traf ihn in diversen Formen auch schon hier und da in der Stadt). Herr Boes ist parteiloser Direktkandidat für’s bedingungslose Grundeinkommen … und so denn hab ich mir mal den Herrn Boes im Web angeschaut … ja, ja und da gab’s einiges zum schauen, hören, lesen. und schon allein das gefiel mir – trotz oder gerade wegen des low-budget-wahlkampfes.
Seine Webseite ist angenehm übersichtlich und schlicht, für meine Wahrnehmung jedenfalls – barrierefrei ist sie aber bei weitem nicht – schade!
Leider fand ich auf der Webseite auch ausschließlich die männlichen Benennungen und das wo sein Team mehr Frauen als Männern aufweist (wenn ich hier mutmaßen darf *schäm) – hmmm – …die Befürworter des bgb im allgemeinen wirken doch weitgehend geschlechterblind, auch in ihren Argumentationen … nicht so schön.
Und wie sieht’s um seine Ziele aus?
- das bedingungslose grundeinkommen (bgb)
- vernetzung der bgb-befürworter_innen innerhalb und außerhalb des bundestags
- kräfte & ideen zum bgb bündeln
- gegen Überwachung & Sanktionierung insbesondere Bedürftiger
- regelmäßige Bürgertage statt Parteitage – Offene Gespräche und gemeinsame Willensbildung im Wahlkreis Berlin-Mitte
Ich jedenfalls bin erfreut über die Möglichkeit parteiunabhängiger Direktkandidaten und dann noch einen zum bgb!
Ach und eines noch … nachdem die Piraten bei Lola (sich selbst) als antifeministisch, nicht barrierefrei, nachhaltig blind und im genderblog als politisch naiv disqualifiziert wurden (haben) und ich im bedingungslosen grundeinkommen sowohl Bürger_innenrechte, als auch Datenschutz (2 von 3 Kernthemen der Piraten) in seinen Grundformen beachtet sehe, fällt die Wahl wohl nicht allzu schwer.
Ebenfalls interessant fand ich auch die Liste von Kandidat_innen und Parteien, welche sich bereits positiv zu bgb geäußert haben. Darin fand ich bspw. auch Herrn Lederer von der Linken (Wahlkrreis Berlin-Mitte), der ebenfalls zum dritten Kernthema der Piraten, dem Urheberrecht und den Publikationsmethoden im Wissenschaftsbereich positiv Stellung bezieht.
Ach und was ich noch gelernt hab … das bgb ist zwar kein generelles Instrument für mehr Geschlechtergerechtigkeit – gut verdienende Frauen haben dadurch voraussichtlich keine geschlechterpolitischen Verbesserungen zu erwarten, schlechtverdienende Frauen, Trans, Queers hingegen schon. (gelernt von Susann Worschech: Soziale Sicherheit neu denken. Bedingungsloses Grundeinkommen und bedarfsorientierte Grundsicherung aus feministischer Sicht. 2008.)
Und wie’s mit Nicht-Bürger_innen aus sieht – ich hab noch nichts gelesen oder gehört – ihr?
!!! party !!!
Das erste wg-jahr ist geschafft und es ist wahrlich viel passiert und vorallem nicht nur gutes … und trotzdem gibt es uns noch … und zwar wohlgemut! es hat sich einiges verändert – wir sind in kopf, herz und tat zusammengewachsen – das mag ich. und wir sind fortan eine frauen-wg. ja, vorerst keine männer mehr, die haben bisher nur unglück gebracht – schade eigentlich.
naja und zur feier des jahres – werden wir auf uns einen ausgeben und laden EUCH dazu ein. Außerdem wird eine gute freundin ihren abschied feiern, um dann eine weile in frankreich ihr glück zu versuchen.
Am 8. august ab 18 uhr steigt die party in unseren prinzess_innenhallen. bringt mit was euer herz & magen begehrt (nur tote tiere sind nicht so lecker und schlecht für’s karma!).










